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14:47 Mittwoch, 07. März 2007
Manchmal ist das Booschreiben langweilig. Wenn man z.B. wieder das Handelsblatt erwischt, wie es ein Medikament in einer Weise hochjubelt, die selbst im Axel-Springer-Hochhaus für Stirnrunzeln sorgen müsste. Wenn in dem Artikel z.B. wieder ein Professor zu Wort kommt, der nachweislich vom Hersteller des Medikaments bezahlt wird. Wenn das Handelsblatt das z.B. wieder zu erwähnen vergisst. Richtig schlimm wird es aber erst, wenn der Professor auch noch fast genauso heißt, wie beim letzten Mal.
Dieses Mal lautet die Botschaft des Handelsblatts schlicht und euphorisch: "Bluthochdruck verliert seinen Schrecken". Als einziger Kronzeuge für die Jubelmeldung kommt der "amerikanische Kardiologe und Harvard-Professor Marc Pfeffer" zu Wort. Wie im Fall Pfeiffer war auch Pfeffer maßgeblich an der Durchführung der klinischen Studien beteiligt, hat sich schon in der Vergangenheit wohlwollend über Novartis-Produkte geäußert und gibt auch offen zu, diverse Honorare und Forschungsgelder von Novartis erhalten zu haben. Auch spricht er weit weniger euphorisch als der Handelsblattschreiberling nur von einer "neuen Option". Das klinische Wirkprofil des neuen Präparats unterscheidet sich übrigens nach der vorliegenden Studienlage nicht nennenswert von dem der bereits auf dem Markt befindlichen Blutdrucksenker. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Handelsblatt: Wer ist der Herr Pfeffer mit drei (zimmerpflanze)
Hab ich das richtig gelesen? Ein Jubelprof, der offen und ehrlich zugibt, bezahlter Jubelprof zu sein, trotzdem nur auf Zimmerlautstärke jubelt und insgesamt dieses ganze Transparenzgedöns einhält? Also letztlich einer mit nur minimalen ethischen Vefehlungen?
Autsch. Da isses HB ins offene Messer gerannt. Rückwärts, siebenundzwanzig mal...
Offenes Messer? (hockeystick)
Mein Eindruck ist ja ein anderer. Die wissen sehr genau, was sie machen. Die http://www.google.de/search?hl=de&q=%22Marc+Pfeffer%22+Novartis&btnG=Suche&meta=">innige langjährige Verbindung zwischen Pfeffer und Novartis erschließt sich ja auch dem Ungeübten durchaus auf den ersten Blick.
Man könnte jetzt nach den Gründen fragen. Geht es ganz banal um den Anzeigenkunden Novartis, geht es um die Aktie, die aus welchen Gründen auch immer gepusht werden soll? Keine Ahnung, ich verstehe absolut nichts von Wirtschaft.
Re: Offenes Messer? (lanu)
fragen stellen ist gut. sind schwerer rechtlich anzugreifen. tiefstapler!
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