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11:03 Dienstag, 06. März 2007
Unerhört - Insider bei der Wirtschaftswoche! SAP, so kolportiert silicon.de von dort, soll entweder von HP gekauft werden, oder es kommen die Heuschrecken. An und für sich ist das ja noch kein Boo - wenn nicht Hasso Plattner wäre.
Die Mathematik ist einfach - laut silicon.de heißen die Gründer und Hauptanteilseigner von SAP Dietmar Hopp, Hasso Plattner und Klaus Tschira. Hopp und Tschira dementieren Übernahmegerüchte - 'mindestens ein Gründer' jedoch solle sich eine Private-Equity-Beteiligung wünschen, um 'in Walldorf für mehr Effizienz' zu sorgen. Tja, Herr Plattner, mit einem bösen, nervtötenden Betriebsrat im Nacken macht das Chefsein längst nicht mehr so viel Spaß, huh? Da hofft man dann schon mal, daß die Heuschrecken kommen und mit den hausgemachten Pferdebremsen aufräumen. Aber das ist es nicht eigentlich, was die Heuschrecken der Marke 'Silver Lake'* bei SAP wollen. Die haben einen Berater an Bord, der einstmals von HP kam und sich da richtig gut auskennt. Nun steht, so der Wirtschaftwoche-Insider, SAP auf der Einkaufsliste von HP. Wie einstmals IBM mit Lotus, so kauft man sich einfach einen richtig Großen, und schwuppdiwupp, hat man seine eigene 'Software Division'. Anscheinend haben die Herren vom Silbersee nicht vor, bei SAP aufzuräumen und die Drecksarbeit zu machen, die man als Gründer wegen Betriebsrat nicht mehr machen kann. Vielmehr sehen sie, daß ein Schatz zu holen wäre, wenn sie jetzt einsteigen und dann hinterher ihre Anteile an HP verkaufen, justament in dem Moment, wenn die das wirklich, wirklich, wirklich haben wollen. Persönlich sehe ich ja nicht ein, warum SAP überhaupt verkauft werden sollte - der Laden scheint doch, mit dem üblichen Verderb und Schwund dank der Reibungsverluste jeder großen Organisation, rund zu laufen. Zwar sollen schon Firmen durch die SAP-Einführung pleite gegangen sein, aber SAP scheint das nicht zu schaden. Heuschrecken dagegen sind immer schlecht für eine Firma, weil sie Wertschöpfung abschöpfen, in irgendeiner Form; und eine Elefantenhochzeit mit HP würde nur zu einem dieser fürchterlichen, unbeweglichen Riesengebilde führen, die wie ein betrunkener Diplodocus durch die Landschaft gondeln, so wie es IBM bereits ist. Nicht gut, Herr Plattner! Lösen sie Ihre Probleme (wenn es denn überhaupt welche gibt!) lieber selber, sonst finden Sie sich auf dem Rücken des Diplodocus wieder, als gaaanz kleines Männchen, das das Riesenvieh überhaupt nicht interessiert. *Warum haben Heuschreckenschwärme eigentlich immer so schrecklich nichtssagend-schleimige Namen, wie ein billiges Motel in der amerikanischen Provinz, wo man zum Sex hingeht? Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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