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Masterfood Masterfood: Nicht nur Katzen sollten kein Whiskas kaufen ....
BOO Masterfood von CIO-Blogger

11:14 Montag, 05. März 2007

Sauer reagiert der Lebensmittelkonzern Masterfoods (unter anderem Hersteller von Whiskas und Pedigree) auf das "Schwarzbuch Tierfutter" des Fachjournalisten und Ex-Spiegel-Redakteurs Hans-Ulrich Grimm. Per einstweiliger Verfügung wurde die für den 2.3. geplante Auslieferung des Buches gestoppt.

Autor Grimm deckt in dem Buch die Machenschaften der "Tierfutter-Mafia" und deren fette Gewinne mit minderwertigen Produkten auf. Das gefiel Masterfoods gar nicht: Der Konzern wirft Grimm "Geschäftsschädigung" und "falsche Behauptungen" vor. Und hat natürlich Richter gefunden, die das Buch erst einmal gestoppt haben. Aber die Wahrheit wird trotzdem ans Licht kommen.





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Was mir fehlt... (sethos)
... ist sowohl hier als auch in dem verlinkten Beitrag irgendein Hinweis, was nun in dem Schwarzbuch gestanden hätte, und was für unsäglich garstige Substanzen nun in Whiskas und Pedigree Pal enthalten sind.

Mein Kater kriegt eh kein Whiskas; überflüssig und teuer. Mein Kater kriegt Hausmarke von DM. Die kosten die Hälfte; außerdem ist DM anthroposophisch 'unterwandert', und was immer man sonst über Anthroposophen sagen kann (spinnen generell; glauben an Hörnermist, Seelenwanderung und Atlantis; befleißigen sich eines grauenhaft pathetischen Schreibstils und eines schrecklich pathetischen Designs), sie haben ein Gewissen und behandeln ihre Tiere freundlich. (<= glauben an Seelenwanderung, häh häh häh. Den Kater freut's!)
Insider-Wissen dazu ... (dirtypicture)
Also - ich hab etliche Jahre für diesen Laden gearbeitet. Ist allerdings schon ein bisschen was länger her. Selbst ohne die Vorwürfe im einzelnen zu kennen kann ich nur sagen - es muss ziemlich grober Unfug sein. Wenn der Laden eines hatte, dann eine eisenharte Qualitätsphilosophie, und die wird er immer noch haben. Ich kenn die Werke und ich hab vorher und nachher auch jede Menge Lebensmittelfabriken gesehen. Keines war jemals so sauber wie das Tierfutterwerk. Alles wird kontrolliert, geprüft, getestet, jede Charge einzeln frei gegeben bevor sie das Werk verlässt, jeder PM kontrolliert jeden Morgen die Produktion vom Vortag. Und wenn er dabei schlampt, ist er sehr fix draussen. Ich habs erlebt, gesehen und mitgemacht, 7 Jahre lang. Und zuweilen das Zeug auch selber gefressen, schmeckt lecker!

Und ein Argument sollte jedem einleuchten: Die leben davon, dass möglichst viele Viecher das möglichst oft fressen - die Viecher sind sehr markentreu und schwer umzustellen. Es wäre rein blöde, die vorzeitig um die Ecke zu bringen. Ein totes Viech frisst nicht mehr. Dumm ist da keiner!

Die Margen allerdings dürften auch heute noch gewaltig sein und das waren sie damals auch. Ich hab ne Schw...Kohle verdient dort und jede Sek hat da soviel verdient wie der GF einer kleinen Firma. Läuft über ein Betiligungsmodell, von dem sich viele Firmen mal was abschneiden sollten! Eines der Werke liegt an der Aller ... da gabs immer den Spruch vom schnittfest gemachten Wasser ;-).

Also, was die Qualität angeht ist der Laden sauber, tiptop. Und klar wird da eine ganze Menge Geld gemacht, was ja nicht strafbar ist, wenn auch vielleicht neiderregend. Aber immerhin - die Inhaber haben immer auch sehr fett was davon abgegeben. Sehr im Gegensatz zu den meisten DAX-Vorständen, die sich 30% mehr genehmigen und dann erst mal 50.000 rauswerfen und ähnliches. Da sollen sie meinethalben fette Margen haben bei Masterfood ...
Re: wow (lanu)
wenn die gegenseite nix dazu zu sagen hat, ist die sache damit wohl erledigt
Re: ps (lanu)
die sachen mit dem selbst probieren ist allerdings verdammt hart :-)
Re: Selbst probieren (dirtypicture)
Ach, Du, gar nicht mal. Sheba z.B. schmeckt wie Corned Beef und ist auch recht ähnlich zusammen gesetzt. Man muss es nur etwas salzen, da es für die Viecher ja praktisch salzlos zubereitet wird. Dann ist es echt lecker :-). Da es mit Calciumcarbonat für den menschlichen Genuss vergällt wird, knirscht es allerdings ein wenig zwischen den Zähnen. Und Frolic direkt und frisch frittiert von der Linie, wenn es noch warm ist - dagegen sind Chips und so der reine Dreck. Das einzige, was ich nicht ausprobiert habe war eigentlich Katzenstreu LOL ...

Aber eines darf ich, inzwischen befreit und damit straflos jetzt endlich mal öffentlich sagen: ICH HASSE HAUSTIERE!!! Bah, das tat mal gut .... 7 Jahre musste ich es verschweigen, mein Herz zur Mördergrube machen, jetzt ist es raus :-D
Re: ich lern hier jeden tag dazu (lanu)
danke dafür. :-)
Ökotest... (hockeystick)
...klingt nach dem letzten Test 2006 auch nicht besonders alarmiert: Beim Katzenfutter haben vier Produkte mit "sehr gut" abgeschnitten, zehn mit "gut". Drei erhalten die Note "ausreichend".

(Endlich mal cat content bei der Boocompany.)

wer's genau wissen will... (hockeystick)
Die Ökotest-Ergebnisse 2006 (die Herstellerangabe "Masterfoods" habe ich ohne Anspruch auf Vollständigkeit ergänzt):

sehr gut:
Brekkies Stückchen in Soße (Affinity) Masterfoods
Kd zarte Stückchen in feiner Soße (Drogerie)
Kitekat extra mit Joghurt Masterfoods
Miamor Bio
Yarrah Organic Catfood Feine Bröckchen in Soße

gut:
Aro Menü (Goldhand/Metro)
AS Feines Ragout in leckerer Soße (Schlecker)
Cachet (Aldi)
Coshida Premium Quality (Lidl)
Felix Häppchen in Gelee
Fenja Premium (Hamburger Waren-Kon./Tengelmann)
Sheba Ragout in feiner Sauce Masterfoods
Whiskas Bio in feiner Sauce Masterfoods
Whiskas LifeCare Adult Classic Masterfoods

befriedigend:
Friskies Gourmet
Ja! Gala Menü für Katzen (Rewe)
Julia Premium (Plus)

ausreichend:
Funny Cat (Penny)
O'Lacy's saftiges Schlemmer Menü (Real/Metro)
Vitakraft Leckerbissen

Re: Re: ps (dirtypicture)
Also, immer mal vorausgesetzt, das ominöse Werk geht gegen die Produktqualität. Da könnte ichs auch verstehen, wenn man gerichtlich vorgeht gegen Dinge, die ja durchaus Verleumdungen sein könnten.

Rein geschäftlich betrachtet ist das aber schon ein richtig brettharter Ami-Laden. Intern wie extern. Aber ehrlich gesagt ... diese deutschen Heulsusen-Manager a la Obermann und Kleinfeld - was bringen sie uns denn ein? Tausende von Arbeitslosen und betrogenen Mitarbeitern. Oder ein Laden wie Airbus, der volle Auftragsbücher hat und nach vorne geprügelt werden müsste in MArekting und Vertrieb - und was machen die? Sanieren = Leute rauswerfen. DAS find ich wirklich zum Kotzen.
Re: Masterfood: Nicht nur Katzen sollten kein Whiskas kaufen .... (vierpfotenprofi)
Klingt ja alles ganz beeindruckend, was Masterfood da tut, um die Katzenleben zu verlängern. Machen ja auch schicke Werbung. Ich frage mich trotzdem, warum zum Teufel auf den Dosen nicht draufsteht, was drin ist und es auch nirgendwo eine genaue Auflistung gibt. Was genau heißt Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse? Wieviel Fleisch ist in der Dose?????
Und warum können das andere kleinere Hersteller sehr wohl angeben?
Ökotest hat nicht mit einer einzigen Silbe erwähnt, dass die Eiweißquellen im Futter dabei nicht geprüft wurden. Für einen Carnivoren ist es aber von ziemlicher Bedeutung, ob er pflanzliches oder tierisches Eiweiß bekommt und in welcher Qualität. Woher kommen wohl die rasant zunehmenden Nierenerkrankungen/Diabetes/Zahnerkrankungen bei Katzen? Alles nur Zufall?
Re: (dirtypicture)
Ach herrje. Also "Fleisch" ist genau "Fleisch". Diese ominösen "tierischen Nebenerzeugnisse" werden auch "Schlachtabfälle" genannt. Und das ist so Zeugs, dass der Franzos z.B. in weiten Teilen selber frisst. Dort sind "tripes" aus Innereien wie Gedärm usw. eben Delikatessen. Und ausser dem Ex-Kanzler und ein paar Pfälzern ist ja auch der Saumagen hierzulande eher was fürs Viech. Soviel mal rein fachlich aus dem Schatzkästlein meiner Erfahrung.

Die Mär von den "rasant zunehmenden Erkrankungen" der Viecher kenne ich schon aus der Zeit, als ich vom Futterverkauf noch gelebt hab und das ist immerhin jetzt auch schon gute 15 Jahre her. Sie stimmte schon damals nicht wirklich. Allerdings die Nierenerkrankungen bei den Katzen z.B., die liegen zu 95% an beklopppten Menschen, die dem Viech zwar billiges Trockenfutter verpassen, es aber nicht ans Saufen bringen. Und ratzfatz ist die Niere hin wegen zu wenig Flüssigkeit. Würd dem Menschen auch so gehen, wenn er nur trocken Brot frisst und nix säuft :-D. Das sind ansonsten alles so diese Märchen, die ich einmal rauf und runter kenne. Wenn da einer jetzt ein Buch draus gemacht hat, dann versteh ich schon, das Masterfoods den mal an den Ohren zieht. Soll ers mal beweisen, was an Latrinenparolen offenbar seit Jahrzehnten, meist durch interessierte Fachkreise (Tierärzte, Futter-Dealer ...) kursiert. Das wird schwierig für den sag ich mal ...

Übrigens leben etliche Kleintierärzte weiten Teils vom verkauf von sog. "Diätnahrung" und eben diesem Nieren-Spezial-Zeugs-Verkauf - da kostet das Kilo 5-10mal soviel wie reinstes Rinderfilet vom Metzger. Und die Leut zahlen es ... nun gut. So ist es eben hier: Kinder verhungern und verelenden, die Katze nicht ... das wär mal ein Thema.

Oder meine alte Forderung nach zwei neuen Produkten: Whiskas mit Hund und Chappi mit Katze! Beides natürlich mit ganzen Stücken in feiner Sosse. Das wär mindestens so gut wie der Ananas-Yoghurt mit ganzen Früchten, den ich von Danone seit Jahren fordere!
Re: (vierpfotenprofi)
Eine Antwort von leuchtender Brillanz, rhetorischer Finesse und durschlagender Überzeugungskraft. Ja, wir sind durchschaut, wir dummen Tierhalter, Tierärzte und Journalisten. Wir sind es nicht nur selber schuld, dass wir unseren Viechern billiges Trockenfutter (natürlich nicht von Masterfood, die produzieren ja nur Qualität - wegen ihrer sauberen Anlagen) geben. Wir kriegen sie auch nicht ans Saufen...und deshalb krepieren sie qualvoll an Niereninsuffizienz und multiplem Organversagen. Keinesfalls aus anderen Gründen. Gut, dass wir mal darüber geredet haben! Jetzt bleiben keine Fragen mehr offen. Höchstens die, was denn nun wirklich drin steht in diesem Buch und ob die mir im Grundgesetz verbriefte Meinungsfreiheit es denn zuläßt, dass ich es mal lesen und mir ein eigenes Urteil bilden kann. Natürlich nur, wenn es Masterfood nicht unangenehm ist...
Re: Re: (sirturbo)
Also das Zeug MAG ja gut sein - ich für meinen Teil gehe auch davon aus, daß es gesünder ist als der Kram in unserem eigenen Freßchen^^

Aber wenn das einer anders sieht - dann soll er das eben schreiben dürfen... Sonst müsste im Gegenzug die Hälfte der Werbung verboten werden (mindestens)... Dann kann sich ja jeder selber überlegen was er glaubt und was nicht... Aber nein, jemand hat fettes Kapital und damit automatisch die Gerichte hinter sich...

Daraus ziehe ich für mich einen Schluss: Als absoluter Hundenarr habe ich eigentlich immer Leckerlis dabei "Pedigree"... gehabt... Und wenn ich irgendwohin gehe und der Katze (sofern das Viech nett ist, DIESE Fellknäuel mag ich nicht besonders^^) was mitbringe wird es kein Whiskey äh Whiskas mehr sein...
Muss ich mal Recherche machen was empfehlenswert ist - aber alleine schon wegen des Vorgehens... Wer sowas nötig hat... - nun, der hat es eben offenbar nötig^^
Re: Masterfood: Nicht nur Katzen sollten kein Whiskas kaufen .... (CIO-Blogger)
Die TAZ von gestern lesen, dann erfahrt ihr mehr: http://www.taz.de/pt/2007/03/07/a0115.1/textdruck
Erst lesen, dann meckern... (Verlassene-Pfoten.de)
Ich finde es toll, daß sich hier Leute ein Urteil über ein Buch (und einen Autor) bilden, die beides nicht kennen!
Hans Ulrich Grimm hat bereits mehrere Bücher zu Themen rund um die moderne Nahrungsmittelindustrie geschrieben und ist in seinen Aussagen bisher nicht widerlegt worden. Obwohl diese in die gleiche Kerbe geschlagen haben, wie das aktuelle "Schwarzbuch Tierfutter".

Ich habe das aktuelle Buch gelesen (und auch einige andere von ihm... u.a. "Die Suppe lügt"...) und ich muss sagen, daß der Autor sichd es Thema kritisch annimmt... wobei ich damit keine Einseitigkeit meine, sondern eine Auseinandersetzung mit dem Thema.

Tierfutter ist ein Milliarden-Geschäft... und es wird aus gutem Grund mehr oder minder im Verborgenen produziert. Klar sind die Inhalte des güldenen Futterschälchens nicht gerade die leckersten, die auch auf der menschlichen Tafel landen würden... das war noch nie so. Haustiere wurden schon immer mit den Resten der Menschennahrung gefüttert. Ist auch nicht so schlimm, wenn es sofort geschieht und nicht erst, wenn es über Tage und Wochen in Lagern gammelt und mit der chemischen Keule davor bewahrt werden soll... oder wieder "schmackhaft" gemacht wird.
Der Autor hämmert auch nicht einseitig auf die Produzenten ein, sondern prangert auch die Käufer der Produkte an, die mit ihren verqueren Vorstellungen das überhaupt erst ermöglichen.
Sehr interessant sind auch die Zahlen, die Grimm aufzeigt. Welche Wirtschaftsmacht die Futterindustrie verbirgt und welche Mengen durch die gesamte Welt bewegt werden, damit Hund und Katz in Deutschland ein Lebensmittel-ähnliches Produkt im Napf haben.

Eine Buchbesprechung habe ich auf meiner Webseite www.verlassene-pfoten.de im Forum plaziert... nur falls es jemanden interessiert.


Mir nach!



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