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Hallesche Krankenversicherung aG Hallesche bootet eigenen Vertrieb aus
INSIDER Hallesche Krankenversicherung aG von meierhof

14:08 Sonntag, 18. Februar 2007

Die Hallesche Krankenversicherung aG bekommt jährlich per Internet Tausende von Anfragen von Interessenten, die das in vielen Tests gelobte Preis-Leistungsverhältnis schätzen. Interessenten wundern sich, dass sie daraufhin Anrufe nicht von der Halleschen, sondern von der Strukkibude MEG AG aus Kassel bekommen. Dass der eigene qualifizierte Exklusivvertrieb dabei kaputt geht, stört die Verantwortlichen nicht.

Das geht so: während der eigene Vertrieb reihenweise schlechte Adressen bekommt, vertickt die Hallesche gute Adressen an die MEG AG. Obendrein bekommt die MEG AG mit mehr als einem Jahresbeitrag auch noch mehr als doppelt soviel Provision wie der eigene Vertrieb. 2006 konnte die MEG AG so über eine halbe Million Euro Monatsbeiträge mit der Halleschen umsetzen.

Von Vertriebsvorstand Klaus John hat sich die Hallesche bereits in gegenseitigem Einvernehmen getrennt. Seitdem darf der Generalbevollmächtigte Vertrieb, Bernhard Lüneborg, das Spiel weiter spielen. Warum die Alte Leipziger - Hallesche Interessenten an den teuren externen Makler gibt, dessen Qualitäten allen Beteiligten bestens bekannt sein dürften, bleibt das Geheimnis des Vorstandes der Versicherung, die sich als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit im Besitz ihrer Versicherten befindet.

Im Ergebnis bedeutet das, dass während die MEG AG dank der vorteilhaften Vereinbarungen mit der Halleschen blendende Geschäfte macht, zahlen die Versicherten der Halleschen gemeinsam mit dem eigenen qualifizierten Vertrieb die Zeche.





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
so bereitet man ... (sempralon)
... Entlassungen und einen späteren Verkauf/Fusion vor, bei fast voller Gewinnmitnahme versteht sich ...

Also, spinnen wir mal ein bisschen rum: die Hallesche "hat zuviel Personal" (sagt der aktuelle Vorstand und spätere Käufer/Fusionspartner, denn der hat ja schon einen eigenen Wasserkopf) -> Entlassungen erwünscht -> geht nicht, da es dem Unternehmen gut geht -> Verlußte produzieren durch den Verkauf von "nicht benötigten" Adressen an die MEG AG -> Neuzugang bricht ein -> Umsatz bricht ein -> Vorstand jammert -> Vorstand verhandelt mit Regierung -> Sozialplan wird erstellt (den der Steuerzahler bezahlt den Sozialplan und später Hartz IV, ist ja klar -> Ehrensache) -> Mitarbeiter werden Entlassen (Unternehmen wird schlanker) -> die Hallesche wird mit mit irgendeiner Kasse fusioniert -> habe fertig (einige Zwischenschritte, wie Empörungen, Streiks uä. habe ich mal weggelassen ...)

... nur mit welcher Kasse, die MEG AG weiß es schon, denn die ist dafür da (und wird durch den vereinbarten Bonus "entlohnt" ["mehr als doppelt soviel Provision wie der eigene Vertrieb" -> OK ? ... har har] ),
das die Interessenten an die "richtige" Kasse (Käufer/Fusionspartner) weitergeleitet werden ... denn wir müssen in die Zukunft sehen, wir haben 250 Krankenversicherungen ... und der Kuchen reicht nicht für alle Vorstandsgehälter -> ergo sorgen schon einige vor ... denn die Gesundheitsreform mit Fond droht !

... ich weiß, das ich Wahnsinnig bin, denn soooooooooo Böööööse sind diese Leute doch nicht ... sowas machen doch diese Leute doch nicht ... Geschäfte machen auf den Knochen der Gesellschaft ... Skrupellos sind doch diese Leute nicht, denken nur an das Wohl ihrer Versicherten ...

... warum Vertriebsvorstand Klaus John gegangen ist ? Nun, der hat ja das clevere Konzept entwickelt und den "Braten gerochen" ... und wollte seinen Ruf nicht Ruinieren und ging freiwillig ...

... könnte ich da durchaus eine brauchbare Theorie ersponnen haben ?
sorry wegen der Formulierungsfehler ... (sempralon)
... tja ja' ... ich bin halt nicht Perfekt
Watt iss'n Strucki ... ??? (sempralon)
... hier ist so ein schönes "Zwiegespräch" ... herrlich und so selbsterklärend ...


http://www.gomopa.net/Finanzforum/Versicherungen-Aktien-Fonds/Core-Anlagestrategie-Seite-2.html?highlight=r%FCckkaufwert


Tjoooo ... ick find' datt doll ...
Andere Theorie (meierhof)
Ganz so einfach ist es nicht. Arbeitsrecht und Kündigungsschutz spielen hier eine eher untergeordnete Rolle. Der eigene Exklusivvertrieb der Halleschen besteht nicht aus Angestellten, sondern aus selbständigen Maklern.

Eine andere Theorie wäre, dass der Vorstand mit dem Vorstandsgehalt insgeheim nicht ganz zufrieden ist. Mit den großzügigen Provisionen - mehr als 5 Mio Euro waren es wohl 2006 -, die die MEG AG bekommt, ließen sich unbefriedigend niedrige Vorstandsgehälter des im Sinne der Versicherten knausrigen Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit hinten rum über ein paar Ecken natürlich ein bisschen aufbessern.
Ah sooooo ... (sempralon)
... das ist dann logischer, aber wenn man einem solchen Verein die "Nahrung" entzieht, wird er dann nicht über kurz oder lang "verhungern" ?

Ich mein', das ist so, als ob man dir jede Menge Päckchen schickt und bekommen tut sie dann der Nachbar, weil deine Eltern sagen, das du diese Nicht brauchst ...

Bekommen die Vereinsmitglieder diese Art von Schieberei nicht mit ?
Re: Hallesche bootet eigenen Vertrieb aus (lanu)
"ausbooten" ist ein richtig gut passender begriff


Mir nach!



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