dotcomtod auf geht\'s auf oder ab abwärts übel leidend das wars wohl
Erste Seite | Die Idee | Boo melden | Ruhmeshalle | Kommentare
 

Menü
Erste Seite
Die Idee
Boo melden
Ruhmeshalle
Kommentare
Newsfeed
Forum
DCT Archiv
Kontakt

Galerien
Insider
Boo
Final

Booshaft
Baron
eCards
Intern
Echo
Kolumne
Presse

Bootanischer Garten

Login
Benutzername

Passwort

Registrieren
Passwort vergessen





Get the Klip for boocompany.com
Add to any service

Blogliste
Lanu
Don Alphonso
Che
Hal Faber
Pud
Girl
Strappato
Sven Scholz
Jens Scholz
Thomas Knüwer
Dr. Dean
Spreeblick
Lumma
Wirres
Markus Grill
Sethos

Bloghoster
Twoday.net
Blogg.de
Blogger.de

Reuters Reuters fällt auf alten Pharma-PR-Trick rein und weckt falsche Hoffnungen
INSIDER Reuters von hockeystick

20:00 Mittwoch, 10. Januar 2007

Reuters hat heute gute Nachrichten für Darmkrebspatienten: "In einer Studie habe sich gezeigt, dass das Mittel die Überlebenszeit von Patienten mit zuvor unbehandeltem fortgeschrittenen Darmkrebs verlängere, teilte Merck mit." Das wäre schön, aber es stimmt leider nicht.

Erbitux ist ein relativ neues Krebsmedikament, das unter anderem zur Behandlung von Darmkrebs eingesetzt wird. Die Darmstädter Firma Merck KGaA hat es zwar nicht entwickelt, besitzt aber außerhalb der USA die Vermarktungsrechte daran und hofft auf Milliardenumsätze. Auf der Seite erbitux.de wird es deshalb von Merck aggressiv und in rechtlich fragwürdiger Weise beworben.

Schön wäre es aus Patientensicht, wenn ein Darmkrebsmedikament die mittlere Überlebenszeit verlängern, oder doch wenigstens die Symptome lindern würde. Das tut Erbitux nicht, wie der Pressemitteilung des amerikanischen Herstellers ImClone Systems Inc. zu den Ergebnissen der CRYSTAL-Studie heute im Kleingedruckten zu entnehmen ist: "Currently, no data are available that demonstrate an improvement in disease-related symptoms or increased survival with ERBITUX [...].".

Das einzige, was offenbar in einem so geringen Maße verbessert wurde, dass lieber keine Zahlen genannt werden, ist der windelweiche und für den Patienten ziemlich irrelevante Endpunkt "Median der progressionsfreien Überlebenszeit". In kürzlich verlautbarten Ergebnissen einer weiteren Studie zu dem gleichen Medikament (Epic-Studie) war dieser Parameter zu Recht als "sekundärer Endpunkt" (nachrangiges Studienziel) bezeichnet worden, die Gesamt-Überlebenszeit dagegen als "Primärer Endpunkt" (vorrangiges Studienziel) angegeben worden.

Beide Studien erzielten keine Verbesserung der Überlebenszeit. Während die erste Studie, in der die Gesamtüberlebenszeit als "Primärer Endpunkt" angegeben war, von der Finanzpresse zu Recht eher negativ aufgenommenen wurde, führt die neue Studie trotz gleichermaßen schlechter Ergebnisse nun zu einer Reuters-Jubelmeldung und zu zahllosen euphorischen Presseartikeln.

Denn jetzt hat zwar kein Patient auch nur einen Tag länger gelebt, aber das "vorrangige Studienziel" ist geschafft.





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
n-tv... (hockeystick)
Re: (hockeystick)
Die Börsianer... (hockeystick)
Re: Reuters fällt auf alten Pharma-PR-Trick rein und weckt falsche Hoffnungen (redsector)
Nein (hockeystick)


Mir nach!



Suche

Ältere Artikel
22. Oktober
·Baron der Woche: Siegfried Kauder (CDU)
21. Oktober
·Alle Äpfel dieser Welt gehören mir
20. Oktober
·Baron der Woche: Dr. Hans-Peter Uhl (CSU)
17. Oktober
·Baron der Woche: Oliver Samwer
15. Oktober
·Baron der Woche: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU)
·SPON ist ganz unten angekommen
14. Oktober
·Online-Abstimmung zur fiesesten Redaktion Deutschlands
09. Oktober
·Nachrichtenseite Dnews.de h�rt auf zu existieren
·promozebra: nicht verpassen - da wird demnächst ein schickes final fällig
27. September
·Haffa: Aufstieg, Abstieg und Pleite

 
Sämtliche Logos und eingetragene Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Besitzer.
Für den Inhalt der gemeldeten Nachrichten, der Kommentare und der gesetzten Links, ist der Initiator des betreffenden Beitrages verantwortlich.