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09:07 Freitag, 29. Dezember 2006
Unter dem Claim Hallo Zukunft wollte die Telekom ihr Image in Sachen "Breitband, Innovation und soziale Verantwortung" aufpolieren. In diesen Tagen zeigt sich, dass die Realität eher von der Vergangenheit geprägt ist.
Breitband
Die Telekom hat ein Herz für Landeier und bietet die ISDN-Flat wieder an. So gross ist das Herz aber nicht - 80 Euro im Monat soll diese kosten. satte 100% Aufschlag zu dem letzten Preis vor der Einstellung des Angebots im Jahr 2001. Die Zeit scheint still gestanden zu haben. 5 Jahre - kein Sache für einen Konzern, der sich noch mit Beamten-Altlasten rumschlagen muss. GPRS, UMTS, private Konkurrenz, DSL-Ausbau, Telefonie-Flatrate, Breitbandkabel, ... - scheint es alles nicht zu geben, daher kann man dieses konkurrenzlose Angebot machen und statt Breitband ausbauen lieber die ganz verzweifelten Kunden ausnehmen. Innovation Breiband-Zukunft heisst bei der Telekom T-Home. Dort erhält man für die 80 Euro sattt einer IDSN-Flat einen Highspeed-VDSL-Anschluss, Fersehen und Telefon-Flat. Was aber auf geringe Resonanz beim Kunden stösst. Nutzerzahlen will man nicht nennen, aber ein Specher musste eingestehen, dass frühere Angaben von sechsstelligen Kundenzahlen bis zum Jahresende unrealistisch seien. Telefonieren, Fernsehen, Internet - das halten anscheinend nicht so viele Kunden für innovativ, vielleicht haben sie es schon, wenn auch nicht aus einer Steckdose. Soziale Verantwortung Die Telekom verlegt die Geschäftsführung ihrer Kundenniederlassung Südwest von Ulm nach Stuttgart. Kein beruhigenes Zeichen für die restlichen Mitarbeiter, da die Telekom angekündigt hat, 45000 Mitarbeiter in neu zu gründende Gesellschaften - 35000 in die T-Service GmbH und 10000 in die Call Center GmbH - auszugründen. Massive Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen und der Bezahlung wird wohl auf die auf die Beschäftigten zukommen. Das Ende in Ulm scheint nur noch eine Frage der Zeit. Good Corporate-Governance Kein Ziel des "Hallo Zukunft", aber für einen so grossen internationalen Konzern sollte dies selbstverständlich sein. Bei der Ungarn-Tocher der Telekom gab es dubiose Beraterverträge ohne Gegenleistung. Schmiergeldzahlungen beim Erwerb einer Telefongesellschaft in Montenegro. Der neue Chef René Obermann ist angetreten mit dem Ziel Kosten und Tarife zu senken. Ein Wink an die Börse. Wenn man die Aktien der desolaten Deutschen Telekom herausrechnen würde, hätte der Dax sein Rekordniveau von 2000 wieder erreicht. Die Telekom als Spielverderber bei der Börsenparty. Happy New Year Herr Obermann. Sie können gute Wünsche gebrauchen. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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