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10:49 Dienstag, 26. Dezember 2006
Die COS Distribution Deutschland AG wird von der Tiscon AG, ihrerseits eine Tochter der Arques AG, übernommen.
Wenn man die Geschichte der COS in den letzten Jahren (seitdem der übriggebliebene Gründer Ralf Paul die P&T Computer GmbH an die COS AG aus Baden(Schweiz) verkauft hat) und die Aufgabe des neuen Eigentümers mit einem Satz zusammenfassen will, so lässt man am Besten Börse online zu Wort kommen: "COS gilt seit Jahren als chronisch defizitär, so dass die Sanierungsprofis von Arques einiges zu tun bekommen werden."
Zusammen mit der COS Distribution in Linden ersteht die Tiscon auch die TOPEDO (Rechnerproduktion und Vertrieb) sowie die Avitos - letztere klassifizieren die Jungs von CRN: "Gerüchten zufolge sollte es der Internetshop Avitos GmbH in Linden sein, der für das Geschäft der Distributionsgesellschaft nicht immer vorteilhaft war." Die Topedo als nicht gerade grosse Firma lasse ich mal unkommentiert... Die Tiscon ihrerseits ist, nachdem das operative Geschäft nahezu eingestellt wurde, im Wesentlichen nur ein Börsenmantel gewesen. Noch einmal Börse online: "Sicher ist, dass Tiscon derzeit beim aktuellen Kurs von 2,40 Euro bereits wieder auf eine Kapitalisierung von 18 Millionen Euro kommt und der Kurs ziemlich heiß gelaufen ist. Nur Wagemutige tummeln sich jetzt in der Aktie." Nun, immerhin hat der Kauf der COS den Börsenwert der Tiscon glatt verdreifacht - darüber freut sich zumindest die Mami Arques... Die Muttergesellschaft Arques, die auch den COO der COS in den Vorstand der Tiscon übernimmt. Selbiger Herr Krings hinterliess nach seinem Ausscheiden aus der Compushack einen geteilten Fanclub. Leider haben crn und computerpartner ihre Foren in diesem Jahr überarbeitet so daß vieles im Nirwana verschwunden ist an Diskussionen darüber, ob es sich um einen Zufall handelte, daß nachdem der Chef nur noch der ehemalige war - mit entsprechend geringeren Einflussmöglichkeiten auf die Bilanzen - aus der cashcow compushack binnen kurzer Zeit ein eher notleidendes Unternehmen wurde, worauf Herr Krings die Compushack recht schnell verliess. Selbige Arques erlebt mit ihrer Aktie gerade einen Höhenflug - von einer gehörigen Welle Optimismus getragen. Bleibt allerdings die Frage, ob die COS zu retten ist - oder ob es ein Vorteil war die COS "solo" in einen Börsenmantel zu stecken, um die Verluste im Falle eines Falles zu begrenzen. Nach immerhin mind. einem halben Dutzend Firmenchefs in ungefähr eben so vielen Jahren mit natürlich genausovielen Konzepten, nach einer Demotivierung der verbliebenen Mitarbeiter und seit geraumer Zeit begrenzt positiven Neuigkeiten hat Tiscon sich zumindest ein echtes Problemkind ans Bein gebunden. Ach nein, das heißt neudeutsch ja nicht mehr Problem- sondern Chancen-Kind. Allerdings wollen sich die COS CH - die Noch-Eigentümerin der 3 verkauften Firmen - und der bisherige COO der COS D "in erheblichem Masse" an der Tiscon AG - damit ist zumindest davon auzugehen, daß gute Absicht vorliegt - denn wenn die Beteiligung der COS CH auch eine Bedingung der Arques hätte sein können so ist es fraglich, warum der COO Krings Geld in ein aussichtsloses Unterfangen hätte stecken sollen. Drücken wir den Mitarbeitern der COS die Daumen, daß ihnen ihr Arbeitsplatz auch weiterhin erhalten bleibt und aus COS kein Handyhersteller wird. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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