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11:22 Donnerstag, 14. Dezember 2006
In der aktuellen Ausgabe des Bildmagazins "View" (Tochter des Magazins "Stern") findet sich eine Eigenwerbung, die an Geschmacklosigkeit kaum zu übertreffen ist.
Für die verlagseigene Gaffer-Journalismus-Plattform "augenzeuge.de" wird ein Bild vom Massaker am 3. und 4. Juni 1989 auf dem "Platz des himmlischen Friedens" in Peking, verharmlost und karikiert. Informationen zum Tian'anmen-Massaker bei dem die Zahlen zwischen 300 Toten (offizielle Angabe) und bis zu 3000 Toten (Schätzung Amnesty International und Rotes Kreuz) gehen, finden sich u.a. hier.
Zurück zur Stern-Werbung. Auf einem dreckigen Tisch liegt ein fiktiver Notizblock der eine Skizze des berühmten Fotos von Charlie Cole ("World Press Photo 1989") vom 4. Juni 1989 zeigt - ein junger Mann stellt sich den anrückenden Panzern in den Weg. In den Berichten war später oft die Rede von Demonstranten, die von Panzern überrollt wurden. Große Variante des Scans. Das Originalbild. In der Bearbeitung auf dem Notizblock finden sich Kritzeleien, die den Eindruck erwecken sollen, das Bild würde gerade erst geplant und man überlege, wie man die Szene umsetzen könnte. Neben dem Mann steht als Überlegung: "Model, dunkelh. mit Tasche (falls Fahrtschuss: Stuntman)". Aber vermutlich müssen wir uns inzwischen ja sogar noch bedanken, dass sie nicht Kim Phuk (Vietnam; das von Napalm verbrannte, 9jährige Mädchen) oder den Polizeichef von Saigon (der 1968 einen gefangenen Vietcong-Kämpfer erschiesst) zeigen... Quelle: http://augenzeuge.stern.de/
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FAQ: "Es ist Ihre erste Pflicht, Menschen in Not nach besten Kräften zu helfen." (tempest)
Leider nur als Text in den FAQ und ohne zitat:
"Es ist Ihre erste Pflicht, Menschen in Not nach besten Kräften zu helfen. Wenn Sie Augenzeuge eines Unfalls oder Verbrechens werden, ist es uns sehr wichtig, dass Sie nie die Gebote der Menschlichkeit außer Acht lassen. Es ist Ihre erste Pflicht, Menschen in Not nach besten Kräften zu helfen. Bitte fotografieren Sie Ereignisse, die eine Gefahr für Leib und Leben anderer Menschen darstellen, erst, wenn (weitere) Hilfeleistungen von Ihnen nicht erwartet werden können. Immer wenn Sie Menschen fotografieren, denken Sie daran, die Würde und Rechte der abgebildeten Personen zu respektieren." http://augenzeuge.stern.de/fc/text/1/565793
Re: "Die besten Fotos kann man nicht planen." - Stern-Werbung mit Massakerbild. (Münchhausen)
Viel tiefer kann ein Stern nicht sinken. Fast noch schlimmer: Den meisten ist das leider sowieso schnuppe.
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