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16:20 Mittwoch, 13. Dezember 2006
Satte 173.000 Euro musste die chronisch klamme Pharma- und Apothekerlobby für ein paar läppische Spielszenen im Marienhof hinblättern, in denen die Zuschauer lediglich ein wenig an die Möglichkeit der Selbstmedikation erinnert werden sollten. Das erscheint BooCompany durch nichts gerechtfertigt. Schließlich bekommt man dafür schon neun redaktionelle Erwähnungen im Bauer-Verlag. Unter dem Strich günstiger erscheint uns auch die Möglichkeit, im gleichen Haus gleich einen ganzen Moderator zu kaufen.
Natürlich hat die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) und der Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) dabei gegen geltendes Recht und das "Standesrecht der PR-Branche" (ist das nicht niedlich) verstoßen. Eine Rüge vom PR-Rat gab es auch, was natürlich allen wie immer ganz furchtbar weh getan hat.
Weitere Akteure waren dieses Mal die Münchener Agenturen Kultur+Werbung und H.+ S. Unternehmensberatung, die die verbotenen Geschäfte in Zusammenarbeit mit der TV-Produktionsfirma Bavaria Film abgewickelt hatten. Ja, ich weiß. Aber sorry, ich kann da wirklich nichts dafür. Update: Ausgelöst durch die zunehmende Markttransparenz befinden sich die Preise für Pharma-Schleichwerbung in diesen Stunden in einem dramatischen Sinkflug. Bei Don Dahlmann bekommt man mittlerweile "längere Berichte, verpackt zum Beispiel in einem Schicksalsbericht, einem Selbsterlebnis, Erlebnisse von Freunden usw." beim Erwerb eines saisonal buchbaren Fünferpakets bereits für einen Spottpreis von 12.000 Euro das Stück. Besonders attraktiv an dem Angebot: Er leidet unter Lifestyle-Krankheiten. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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