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Staatsanwaltschaft München StA München hört RA-Gespräche im Fall Khaled al Masri ab
BOO Staatsanwaltschaft München von nickpol

07:06 Donnerstag, 07. Dezember 2006

Zwei Reporter des Magazins "Stern" recherchierten im Entführungsfall des Deutsch-Libanesen. Im Zuge dieser "Ermittlungen" telefonieren sie mit dem Rechtsanwalt al Masris, Manfred Gnjidic und auf Anordnung der StA München wurden die Gespräche mitgeschnitten. Nach Mitteilung des zuständigen Münchner Staatsanwalts Martin Hofmann wurde nur verfahrensrelevante Gespächsteile protokolliert und eine SMS. Masri ist ja nun kein Verbrecher, der wurde nun mal eben von den Amis entführt und verschleppt, wahrscheinlich mit Beteiligung deutscher Beamter, zumindest mit deren Wissen und dann hört man mal so einfach die Telefonate des RA ab. Verkehrte Welt, möchte ich sagen.
Vielleicht sollte die StA mal überlegen, die Behörden abzuhören, die vermutlich in den Fall Masri verstrickt sind.
Der Deutsche Journalisten Verband protestierte gegen die Verfahrensweise . RA Gnjidic hat Verfassungsbeschwerde gegen den Lauschangriff eingelegt.
Das Amtsgericht München hat den Antrag zur Abhöraktion durchgewunken und das LG München hat die Beschwerde von Gnjidic "abgewunken".

Gnjidics Anwalt Thilo Pfordet sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Die Telefonüberwachung war überhaupt nicht geeignet, die Entführer al Masris zu finden." Das will mir einleuchten, welcher Hijacker hält sich denn noch in der Nähe seiner Geisel auf und telefoniert noch mit ihr, seltsame Logik.
Leutheusser-Schnarrenberger nannte die Abhöraktion einen Skandal, "Die Bürgerrechte sind ganz konkret in Gefahr".





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