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Flughafen-GmbH Hof-Plauen Flughafen Hof-Plauen: Wir gehen morgen nicht zum Insolvenzrichter
BOO Flughafen-GmbH Hof-Plauen von Gerichtsreporter

10:30 Freitag, 24. November 2006

Trotz eines Defizits von 4.000EUR/Tag hält die Flughafen-GmbH Hof-Plauen weiter am millionenschweren Ausbau des Regionalflughafens fest. Im Moment weiß allerdings niemand aus dem Kreis der Verantwortlichen, wie die bis zu 50 Mio. EUR finanziert werden sollen.
Nachdem die Regierung von Oberfranken keine Bürgschaft für den Eigenanteil der GmbH übernimmt ist unklar, wie die rund 22 Mio. EUR aufgebracht werden können. Dies ist aber Voraussetzung für einen Zuschuß des Freistaates Bayern in Höhe von 31 Mio. EUR.

Das Prestigeobjekt, das von den verantwortlichen Politikern zum Infrastrukturprojekt hochstilisiert wird, ist nach wie vor stark umstritten. Während der Hofer OB Fichtner und der Landrat Hering die Debatte darauf versteifen, daß nur ein Wachstum den Fortbestand des Flugplatzes sichern könne, appellieren die anderen Parteien, doch wenigstens den aktuellen Bestand zu sichern. Zudem werden die vorgelegten künftigen Passagierzahlen angezweifelt. Aus derzeit ca. 80.000 Fluggästen/Jahr - hauptsächlich Urlaubsreisende - rechnen die Betreiber auf über 300.000 Fluggäste hoch. Ob allerdings durch einen Ausbau des Flugplatzes die Zahl der zahlungskräftigen Geschäftsreisenden angesichts abnehmender Industrieansiedlungen im Raum Hof wirklich in dem Maße zunehmen würde - darauf gibt es derzeit keine konkreten Antworten.

Dafür droht die Flughafengesellschaft nun dem Luftamt Nordbayern in Nürnberg (Sitz des Konkurrenten Flughafen Nürnberg) offen mit einer Klage und Schadenersatzforderungen.

Auch ein Verein "Pro Flughafen" wurde inzwischen gegündet, dieser bläst inzwischen in das gleiche Horn wie die verantwortlichen Politiker und redet offen von einer Benachteiligung der Region gegnüber anderen Teilen Bayerns.

Peinliches Detail am Rande: in Hof lebt ein Viertel der Kinder und Jugendlichen auf Sozialhilfeniveau. Mit dem Eigenanteil von 22 Mio. EUR für den Flughafenausbau könnte man die betroffenen 1.500 Heranwachsenden optimal fördern und somit viel für die Entwicklung in der Stadt Hof tun





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Die sollen mal schön auf Sozialhilfeniveau bleiben... (tempest)
...sonst kommen sie am Ende noch auf die Idee nen vernünftigen Job zu lernen und aus dem toten Nest wegzuziehen. So bleiben sie schön dort hängen und fliegen einmal im Jahr nach Malle. Vom Flughafen Hof aus. ;)




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