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09:38 Dienstag, 24. Oktober 2006
Es ist immer schwierig, wenn Anwälte auf der Matte stehen und böse Drohungen aussprechen. Noch schwieriger wird es, wenn deren Klienten dicke Brocken der Filmindustrie sind. Fies wird es, wenn die verlangen, die Userdaten des "Verbrechers" rauszurücken. Aber richtig übel ist, wenn man, statt die betreffenden Filmchen zu löschen, seine User an die Filmbosse ausliefert.
Nun mag man sich sagen, ok, wir haben ja genug Nutzer. Ein verkauftes Schicksal kann man ja verkraften. Fällt ja kaum auf.
Das hat man sich bei Napster auch gedacht. via rebellmarkt Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: GooTube (nickpol)
war nach der erfolgten Übernahme voraus zu sehen, wird letztlich das Sterben einer Idee eingeleutet, das You ist schon tot, bald stirbt Tube.
Re: Hach, ist es nicht schön ... (diamantspeerspitze)
... wie die MAFIA (MUsic and Film Association) sich immer mehr von der Kernzielgruppe der jungen, ausgabefreudigen Teens und Twens entfernt, in dem sie auf neue Ideen nur noch mit dem juristischen Hammer antworten kann? Wie sie durch konsequenten Druck immer mehr Leute auf Non-Label-Bands, freie Musik und "richtige" Künstler aufmerksam macht? Schon toll ... hätte nicht gedacht, dass die MAFIA so ein großes Herz hat!
Zudem: Ich frage mich allen Ernstes, welche gigantischen Umsatzbedrohungen von pixeligen, grob aufgelösten Flash-Filmchen ausgehen können ... von Musikvideos, die man eigentlich (!) zum Zwecke des Marketings gedreht hat mal ganz abgesehen ...
Re: Re: das geheimnis: (nickpol)
es geht ums Prinzip, du sollst nicht dulden einen grobpixeligen, schlecht aufgenommenen clip neben mir, denn ich bin das einzige prinzip was gilt.
nachdem... (dodrag)
...web 2.0 jetzt v.a. in der musikindustrie als das allheilmittel angesehen wurde, selbst branchenzeitschriften in fünfseitern über myspace, youtube berichteten, geht es den großen wohl eindeutig zu langsam mit dem umsatz. da wird dann halt in alter manier mit dem hammer drauf geschlagen, bis sich nichts mehr bewegt und die "profitablen" teile dann an den bruchteil der ursprünglichen user verhökert werden. bis nach einem jahr klar ist, dass das abgespeckte modell niemals überlebensfähig ist.
man sehe sich die bahnbrechenden geschichten im bereich musik vs. internet an: mp3.com, napster, myspace, youtube... keine dieser entwicklungen war direkt oder indirekt ein kind der musikindustrie (vielleicht mal von ex-mitarbeitern). und das wurmt doppelt. wir sind speziell im musikmarkt in einer situation, dass der kunde inzwischen besser weiß , wo er musik bekommt, die ihm gefällt, als die industrie selbst. und im spiel auf myspace oder eben youtube haben die großen keine andere chance, als sich einzureihen in die hunderttausend namenlosen bands weltweit, weil dort kunde und ware aufeinander treffen. mit einem simplen system, welches quasi "über nacht" einen großteil der lange jahre eingeschleiften marketingaktivitäten der industrie sinnlos erscheinen lassen. |
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