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11:21 Montag, 23. Oktober 2006
Die Deutsche Gesellschaft für Nikotinforschung fordert die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Lobbyarbeit der Tabakindustrie. BooCompany fordert die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Pfizer-Lobbyarbeit der Deutschen Gesellschaft für Nikotinforschung.
Heute morgen in der FTD stoße ich auf einen Artikel, in der die Deutsche Gesellschaft für Nikotinforschung und ihr Vorsitzender Professor Hans-Ulrich Klör als Anwalt eines neuen Pfizer-Raucherentwöhnungspräparats "Champix" auftitt.
Der Name Hans-Ulrich Klör lässt mich erschaudern. Die gefühlte Raumtemperatur sinkt um 5 Grad. Tatsächlich, das notorische Mietmaul Klör, Vorstand der einschlägig bekannten Lipid-Liga. Eine rein pharmafinanzierte Veranstaltung, deren Aufgabe seit fast zwanzig Jahren einzig und allein darin besteht, den Milliardenmarkt Cholesterinsenker PR-mäßig anzukurbeln, und Politiker mit realitätsverzerrenden Schreiben zu bombardieren. Mit Pfizer als Top-Sponsor, der sogar die Info-Filme und "Stellungnahmen" der Lipid-Liga bereitstellt und finanziert. Die Vorstände bekommen nicht nur Geld von Pfizer, sondern auch Aktienoptionen, die Lipid-Liga spielt schließlich in der ersten Lobby-Liga. Und wenn ich dann nach der "Deutschen Gesellschaft für Nikotinforschung" suche, traue ich meinen Augen nicht: "Erfurt. Die deutsche Gesellschaft fuer Nikotinforschung fordert eine Aufklaerung der Oeffentlichkeit ueber die Lobbyarbeit der Tabakindustrie. Hintergrund ist das Ergebnis einer internationalen Studie, wonach die Tabakindustrie ueber Jahre hinweg auch etwa 60 deutsche Wissenschaftler finanziert haben soll, um die Gefahren des Rauchens zu verschleiern. Die Gesellschaft fuer Nikotinforschung fordert, die Namen dieser Wissenschaftler publik zu machen und ausserdem zu pruefen, in welchem Umfang Politiker Beziehungen zur Tabakindustrie unterhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Nikotinforschung, die sich hier als Vorkämpfer der Transparenz geriert, macht keine Angaben zu ihrer Finanzierung, und gibt sich auch im Hinblick auf ihre Mitglieder sehr verschlossen. Aber wer die von der Deutschen Gesellschaft für Nikotinforschung veranstaltete "Deutsche Nikotinkonferenz" finanziert, kann man nachlesen: Pfizer. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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