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17:24 Donnerstag, 12. Oktober 2006
Das Handelsblatt berichtet heute über das einstmals als Wunderpille angekündigte Medikament "Acomplia", mit dem Sanofi-Aventis Milliardenumsätze anpeilt. Ein Herr Andreas Pfeiffer kommt in dem Artikel mehrfach zu Wort: "[...] dann ist Acomplia eine sehr viel versprechende therapeutische Option, so Pfeiffer. Aber wer ist eigentlich Andreas Pfeiffer?
Erst nachdem Herr Pfeiffer in dem Artikel bereits zweimal zitiert wurde, kommt die scheinbare Auflösung des Rätsels: Er ist Ernährungsmediziner von der Berliner Charité.
Aber das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Soll der Handelsblatt-Leser doch selber recherchieren. Na denn: Der Herr Professor Andreas Pfeiffer hat je nach Quelle die in Deutschland von Sanofi-Aventis finanzierte und durchgeführte Acomplia-Studie koordiniert, durchgeführt oder betreut. Dafür hat er vermutlich eine sehr beachtliche Stange Geld von Sanofi-Aventis erhalten. Er taucht als Co-Autor der von Sanofi-Aventis finanzierten europäischen Acomplia-Studie auf. Er äußert sich im Rahmen einer von der Firma Sanofi-Aventis getragenen Aktion über die Gefahren des Übergewichts, wofür er möglicherweise Geld von Sanofi-Aventis erhalten hat. Und er ist seit Monaten DAS Sprachrohr von Sanofi-Aventis in deutschen Medien, wenn es um den Nutzen von Acomplia geht. Wenig wahrscheinlich, dass ein vielbeschäftigter Mann wie Herr Pfeiffer so etwas ohne eine kleine finanzielle Gegenleistung macht. Auch Herr Pfeiffer zeigt sich niemals euphorisch über das Medikament, aber er weiß auch wie kein anderer, warum. Sein Namensvetter Professor Andreas Zimmer von der Uni Bonn äußert sich im Hinblick auf Acomplia noch weitaus vorsichtiger: "Wir haben so gut wie keine Ahnung, was passiert, wenn man das Endocannabinoid-System langfristig hemmt." Sicherheitsbedenken sind übrigens dem Vernehmen nach auch der Grund, warum das Medikament in den USA bis heute nicht zugelassen ist. Die FDA wartet wohl einfach mal ab, was in Europa passiert. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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