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09:18 Dienstag, 19. September 2006
...der Pierer gibt - und zwar reichlich. Aber nur den Seinen. Die anderen schauen wie gehabt in die Röhre.
Schließlich soll wenigstens der Vorstand ein überdurchschnittliches Merkmal aufweisen, wenn schon das gesamte Unternehmen ansonsten eher mit unterdurchschnittlicher Performance von sich reden macht. Und immerhin hätte der Vorstand ganze drei Jahre ohne Gehaltserhöhungen darben müssen. Das geht nun wirklich nicht.
Also gibt es nur ein probates Mittel, um diesem Mißstand abzuhelfen: Gehälter rauf. Und weil der Vorstand schon so lange unterdurchschittlich für seine Leistungen entlohnt wurde, gleich um 30%. Gegen eine Gehaltserhöhung wäre auch in der Tat nichts einzuwenden, denn auch der Pierer gehört zu jenen, die die Forderung unterstützt haben, daß sich Leistung wieder lohnen müsse. Allerdings läßt sich diese Forderung auch im Umkehrschluß betrachten. Und dann wundern sich nicht nur die Tausende von Ex- und Noch-Mitarbeitern dieses Unternehmens, daß dem Vorstand nicht die Bezüge gekürzt werden. Schließlich wurde den Mitarbeitern (die, aber das nur nebenbei, dem Vorstand und Aufsichtsrat die Bezüge erarbeiten) gerade einmal mehr in Aussicht gestellt, selbst zukünftig weniger zu verdienen. Das rechte Geschmäckle bekommt die Angelegenheit durch die angekündigte Verkleinerung des Vorstands. Aber erst, wenn der Money Train durch ist, damit auch diejenigen, die das Unternehmen Siemens mit in die Fäkalmasse geritten haben, ordentlich etwas davon haben. Polemik? Nein, Unternehmenskultur. Schließlich verdient ein Ackermann das dreifache, was Konzernchef Kleinfeld jährlich bekommt. Wenn man zu den Top-Playaz dazugehören will, muß man sich an der Spitze orientieren. Und wenn es nur bei den Gehältern ist. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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