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09:52 Sonntag, 17. September 2006
Why not? Versuchen kann man es ja mal, dachte sich David Linhardt, der Chef des "Werbemailversenders" e360insight und verklagte das Anti-Spam-Projekt Spamhaus erfolgreich auf eine Zahlung in Höhe von 11 Mio. Dollar sowie die Streichung des Unternehmens aus der Blacklist.
Kleine Schönheitsfehler: das "Unternehmen" e360insight sitzt in Chicago, Spamhaus in Großbritannien. Und David Linhard hat die Klage vor dem Bezirksgericht des Staates Illinois angestrengt.
Deswegen gibt Spamhaus einen feuchten Kehricht auf das in den USA gefällte Urteil. Denn in Großbritannien ist das Spammen grundsätzlich illegal, und wenn Mr. Linhard ein im Vereinigten Königreich gültiges Urteil erhalten will, müsse er eben halt die Klage auch ebendort einreichen. Better luck next time, Mr. Linhardt. Vielleicht ist es ihm ein kleiner Trost, daß schon ganz andere Kaliber mit der Aufgabe, die pax americana in anderen Ländern mit allen Tricks und Mitteln einzuführen, auf das gründlichste gescheitert sind. Und wenn Mr. Linhard außer einem dürren Sofern Mr. Linhardt dort tatsächlich eine Klage einreicht. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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