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Praline Bauers Titten will niemand mehr sehen
FINAL Praline von FoolDC

09:06 Samstag, 09. September 2006

Das Internet ist böse. Verleger von Druckwerken wissen das schon lange. Jüngstes Opfer: Ein Traditionstitel aus dem Bauer Verlag. 1954 als Reiseillustrierte gegründet, hat das Magazin eine erstaunliche Karriere hingelegt. Zu Hochzeiten in den Nachwendejahren druckte Bauer 800.000 Exemplare. Heute schafft die Zeitschrift nur noch einen Bruchteil der einst stolzen Auflage. Der Verlag zieht jetzt die Konsequenzen: Ab Oktober wird es die "praline" nicht meht geben.
Das bunte Heftchen, nach redaktionellem Selbstverständnis ein Magazin mit "aktuellen Themen sowie wissenswerten Entwicklungen aus dem täglichen Privat-, Berufs- und Gesellschaftsleben", war Bauer zum Schluss wohl etwas peinlich und erschien deshalb bei einer Tochtergesellschaft. Denn neben dem Gesellschafts- hat sich die Praline intensiv um das Geschlechtsleben bemüht. Die Anzeogenabteilung beschreibt den Unterschichtenporno dann so: "Praline präsentiert mit jeder Ausgabe eine unverhüllte Mischung aus erotischen News, leidenschaftlichen Reportagen, intimen Portraits und sinnlichen Geschichten."

Aber halbgare Tittenblättchen haben es schwer angesichts des globalen Schmuddels, der sich über die Telekom-Leitung auch in Karl-Heinz Kasupkes Reihenhaus ergießt. "Wochenend" und "Piep", ebenfalls von Bauer, gibt es auch nicht mehr. Die Titten der süßen Jacqueline (22) aus dem Haarstudio an der Ecke wollten gedruckt immer weniger Leute als Hilfestellung für autosexuelle Handlungen nehmen. Denn im Internet gibt es Jacqueline und zahlreiche Kolleginnen umsonst und noch einen Zacken schärfer. Während Bauers Druckvorstufe Jacquelines per Intimrasur freigelegten Schambereich noch mit Photoshop entschärfen müssen, haben die Internetpornographen da weniger Berührungsängste.

Im Internet gibt es Praline auch einen Zacken schärfer. Vielleicht überlebt das Traditionsblatt im Web als Porno 2.0. Der Name der Tochter, zu der Bauer den Titten-Titel schamhaft abgeschoben hat, weist in die Zukunft: "Inter Content KG". Doch wird man online auf Jacquline aus Castrop-Rauxel eher verzichten müssen. Svetlana aus Prag ist auch ganz nett.





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: "war Bauer zum Schluss wohl etwas peinlich" (hockeystick)
Der Unterschied zwischen einer Porn-DVD und der "Praline"? (FA-Q)
Mann muß beim Onanieren nicht umblättern...

hockeysticks Vermutung war zwar schon nicht schlecht und sachlich bestimmt auch nicht falsch; den wahren Grund findet man aber in Berlin: seitdem die Wehrpflicht zur Lotterie für die paar unglücklichen Loser verkommen ist, die überhaupt noch zwangskaserniert werden, ist auch der Bedarf an Jacquelines und Mandys im nutzerfreundlichen, recyclebaren Vierfarb-Druckbereich deutlich zurückgegangen.
Unterschichtenporno? (Peter_H)
Wie schaut denn dan Akademikerporno aus? :-)))
Re: Akademikerporno (FoolDC)
Genau so. Jungakademiker sind schließlich nicht mehr nur in Einzelfällen der Unterschicht zuzurechnen.




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