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14:05 Donnerstag, 31. August 2006
iPod-OEM-Produzent Foxconn will zwei Journalisten, die über die Lager der Arbeiter in der iPod-Produktion von Apple berichteten mundtot machen. Die zwei Journalisten wurden durch die Firma auf 3,77 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt. Foxconn beantragte bei Gericht die Pfändung der Vermögen der Reporter Wang You und Weng Bao bzw. diese einzufrieren. Wohnung, Bankkonten und ein Auto sollen materiell betroffen sein. Mit anderen Worten: Maulkorb für alle Journalisten in China, unter Androhung des wirtschaftlichen und sozialen Todes.
Im Juni 2006 hatten beide in der Zeitung China Business News über die menschenunwürdigen Zustände im Werk Longhua berichtet. Die Beschäftigten seien in Schlafsälen mit 100 Betten kaserniert, die jungen Frauen habe eine tägliche Arbeitszeit von 15 Stunden, bei 50 Dollar Lohn. Diese Arbeitsbedingungen werden durch die örtliche Polizei abgesichert.
Foxconn ist eine Tochter des taiwanisischen Hardware-Produzenten Hon Hai, der für zahlreiche Konzerne tätig ist, neben Apple auch für Sony, Dell und Intel. Apples Prüfbericht zur Lage der Arbeiter bei Foxconn sah nur wenig Probleme bei der genannten Firma. Reporter ohne Grenzen fordern eine Einstellung des Verfahrens. Peking-Kapitalismus, mit kommunistischer Arbeitsorganisation pur. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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