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11:57 Donnerstag, 31. August 2006
Eine der schnellsten landgebundenen Geldverbrennungsmaschinen (Serie Vmax 135 km/h) wird nun eher unauffällig gleich neben Altglas- und Papiercontainern, also dem optisch natürlichen Umfeld des ehemaligen "City Coupes", zur Entsorgung bereitgestellt: der smart fortwo.
Dabei hatte alles so schön angefangen: ein neues Mobilitätskonzept, welches ökologische und ökonomische Gesichtspunkte berücksichtigen sollte. Vom Mobilitätskonzept blieb lediglich die Mobilität und von den Gesichtspunkten lediglich die Ökonomie übrig, ansonsten geschah, was man bereits allenorten geahnt hatte: ein neues Spielzeug für die Generation Yuppie (heute: "Leistungsträger").
Zunächst wurde das smart City Coupe auch trotz allen Wohlwollens allgemein belächelt. Das Lächeln verging denen, die Geld hatten es trotzdem wissen wollten, recht schnell, denn dieses "Mobilitätskonzept" wies unter bestimmten, durchaus aber als gewöhnlich anzusehenden Umständen ein lebensgefährliches Fahrverhalten aus. Dies konnte nur durch den Einsatz eines elektronischen Stabilisierungsprogramms weitestgehend entschärft werden. Aber auch sonst war der smart ein kleines Auto für große Kassen, nicht nur in der Anschaffung. Manch Motor war bereits nach nur 60.000 km am Ende der Straße angelangt und mußte - hier kommt wieder das "Konzept" ins Spiel - ausgetauscht werden, weil eine Revision nicht vorgesehen war. Selbst der cdi wies einen eher zu hohen denn zu niedrigen Verbrauch auf, und ab und an wurde aus dem City Coupe ein City Targa, wenn das Glasdach infolge von Fertigungsmängeln platzte. Das "Konzept" von der selbst zu konfigurierenden Innenausstattung klang auch nur solange gut, bis man die dazugehörige Preisliste in die Hände bekam. Dennoch wurde der smart fortwo, wie er nun genannt wird, in seinem durchaus nicht kurzen Leben (1998-2006) nach Werksangaben in immerhin 750.000 Exemplaren produziert. Nur leider eben halt nie kostendeckend, und wieviele von den smarties noch auf Halde stehen oder weit unter Wert verramscht wurden, weiß nur DaimlerChrysler (wie auch die Gesamtsumme des verbrannten Geldes). Dennoch...der Nachfolger steht bereits in den Startlöchern, und wer jetzt plötzlich seine Liebe zur Knutschkugel im 2006er-Remix entdeckt, kann für nur 20.995 Euro (Cabrio: 23.995 Euro) die Edition Red beim Mercedes-Händler abgreifen. Am Konzept für den Nachfolger will man bei DC übrigens weitestgehend festhalten. Die Konkurrenz wird es freuen. Wichtige Info für die "Generation Leistungsträger": die unbestritten schnellste landgebundene Geldvernichtungsmaschine für den privaten Gebrauch ist der Bugatti Veyron. Auf jeden für ca. 1,2 Mio. Euro verkauften Wagen legt VW (lt. BBC "Top Gear") nochmal etwa 6,1 Mio. Euro drauf. Dafür fährt der Veyron auch Spitze 406. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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