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11:40 Dienstag, 29. August 2006
Ganz vorsichtig ausgedrückt - schließlich will ich es mir nicht ebenfalls mit den Chinesen verderben - halte ich die Politik der "vorsichtigen Ausdrucksweise" gegenüber China für den gänzlich falschen Weg. Allerdings tätige ich auch keine Geschäfte mit den Chinesen und erwarte demzufolge auch keine Millionenbeträge auf meinem Konto.
Bei der Hannover Messe AG sieht man dies (natürlich) anders - denn hier geht es um Millionen. Und für einen Güterzugwaggonvoll überwerteter Yuan Renminbi muß man auch mal rücksichtsvoll agieren. Selbst dann, wenn sich die Chinesen dreist in Plagiarismus und Abschottung des Heimatmarktes üben.
Was macht es denn schon, wenn die chinesischen Autoritäten ständig die Spielregeln zum eigenen Vorteil ändern? Richtig, man muß vorsichtig und rücksichtsvoll auftreten. Und wenn ein ausländisches Unternehmen mit eigenem Konzept erfolgreicher ist als das (staatliche) eigene...psst, vorsichtig und rücksichtsvoll ist die Devise. Und wenn die chinesischen (staatlichen) Unternehmen hemmungslos abkupfern, was nicht bei drei auf den Bäumen ist... Die Hannover Messe AG will sich zwar gar nicht erst "an diese besondere Form der chinesischen Ehrerbietung gewöhnen müssen", tut es aber letztendlich dennoch. Offensichtlich in vollständiger Verkennung der Realitäten, wie beispielsweise einer Gegenüberstellung der jeweiligen Export- und Importbilanzen. Aber solange sich noch ein Yuan Renminbi machen lässt, übt man sich lieber in ganz vorsichtigen Unmutsbekundungen. Allerdings - und dafür habe ich nun wirklich Verständnis, bar jeglicher Ironie - will man auch nicht der Erste sein, der den Chinesen gegenüber möglicherweise auch mal definitv deutlicher und vor allem konsequenter auftritt. Denn in diesem Geschäft beißen den Ersten die Hunde. Die Japaner verstehen eine Kopie als eine Verbeugung vor dem Original...die Chinesen beugen sich auch; allerdings über ein Original, und mit einem anderen Körperteil. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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