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15:42 Sonntag, 27. August 2006
Gestern abend war ich auf einer Gartenparty in der better Munich Area, sprich Grünwald. Ich hatte von einem bekannten Geschäft für Damenoberbekleidung zwei Sofas übernommen, was einige gesellschaftliche Konsequenzen hatte - die Leute merken, dass man wieder da ist, und laden einen entsprechend ein. Und prompt sind dann dort auch ein paar redseelige Vertreter des Münchner Medienkonzerns Burda und erzählen über unschöne Dinge, die da kommen.
Denn Burda hat einen Klotz am Bein. Der Klotz heisst Milchstrasse und war unter dem Gründer Dirk Manthey früher mal der Shooting Star unter den Zeitschriftenverlagen - wir erinnern uns vielleicht an die gestorbene und als Leiche vom notorischen Peter Turi nochmal (unbedingt lesen! schönster NE-Irrsinn!) zu Schanden gerittene Net-Business. Auch mit der Milchstrasse ging es bergab, so dass Burda dem unerfreuten Manthey letztes Jahr die Gruppe nicht ganz freiwillig abnahm. Was man nun gestern hörte, war die erhebliche Unzufriedenheit mit der weiteren Entwicklung; so hat der grosse Relaunch von Tomorrow nichts gegen das Absacken der Zeitschrift unternehmen können. Und auch sonst trifft die Gruppe der Niedergang hart - was vielleicht der Grund ist, warum die MAX versucht, kostenlos an Inhalte zu kommen. Ja, es macht wieder Spass, mit Burdaleuten zu reden, seit sie die Milchstrasse und wohl etwas auch sich selber übernommen haben.
Jedenfalls machte gestern auch die Runde, dass die Gesundheitszeitschrift My Life, "das erste Healthness Magazin" vom Markt genommen wird - die Welt hatte das schon früher gemeldet, wie ich heute sah. Da heban all die schönen Denglischen Topics zum Aproach der Target Group nicht irklich zur success story beigetragen - die Auflage ist so dünn wie Kate Moss und die Arbeitsplätze so stabil wie ein Junkie auf Heroinentzug. Zumal man bei Burda keine Kranken mitschleppen will und das Ding im September vom Markt nimmt. Denn, wie wir alle wissen, nur Pferden gibt man den Gnadenschuss. Und Dirk Manthey sitzt gerade irgendwo und ist möglicherweise gar nicht so angetan von dem, was gerade seiner alten Firma passiert. Wie man gestern so hörte, deutet sich möglicherweise ein weiterer Todesfall an: Die Existenz von Tomorrow ist zwar morgen noch gesichert, aber wer weiss schon, was übermorgen passiert. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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