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Die Bahn Die Bahn: Vom Geben und Nehmen
BOO Die Bahn von FA-Q

10:33 Sonntag, 20. August 2006

Herr Mehdorn ist bekanntlich hart im Nehmen - jeden Tiefschlag, den ihm seine Kritiker verpassen wollen, steckt er einfach weg. Vielleicht merkt er es gar nicht einmal. Aber auch sonst nimmt er mit, was er kriegen kann.
Im Gegenzug ist Herr Mehdorn allerdings auch großzügig, wenn es ums Geben geht.
Zum Beispiel finale Todesstöße. Einen derartigen coup de grace in mutipler Ausfertigung hat Herr Mehdorn unlängst den Pächtern verpasst, die im ehemaligen Fernbahnhof Zoo residieren. Denn der Fernbahnhof ist kein Fernbahnhof mehr, sondern lediglich ein schnöder Regionalbahnhof, seitdem sich der Mehdorn den Glaspalast für schlappe 10 Mrd. Euro gegönnt hat. Die Pächter der Geschaftsräume im Bahnhof Zoo erleiden, seitdem die betuchtere Laufkundschaft mit einem Schlag quasi nicht mehr vorhanden ist, massive Umsatzeinbußen.

Böse, böse. Noch böser ist allerdings, daß der Autist im Managergewand, der grundsätzlich auf niemanden sonst als auf die Stimmen im Kopf sich selbst hört, zuvor ingesamt einen dreistelligen Millionenbetrag für den Erhalt und den Ausbau des Bahnhof Zoo als Fernbahnhof eingesteckt hat. Natürlich ist es müßig, darüber zu spekulieren, ob diese Gelder nun nicht einfach zum Zugfenster hinausgeworfen wurden - denn Herr Mehdorn hört bekanntlich nicht.
Und dank dieser ausgeprägt selektiven Wahrnehmungsweise überhört er auch geflissentlich die Mahner, die mittlerweile von allen Seiten auf ihn einreden (wenn es nur die Pächter wären...). Warum nicht einfach ein paar von den Mahnern sich schlicht den Stuhl greifen, auf dem Herr Mehdorn mittlerweile fest verwurzelt zu sein scheint und diesen samt Mehdorn vor die Türe stellen, entzieht sich allerdings jeglichem rationalen Erklärungsversuch.

Mal sehen, wann Herr Mehdorn daß nächste Mal mit betontem Nichtshörenwollen reagiert, wenn sich das nächste Zugfenster öffnet. Bis dahin wird aber noch so mancher "Kollateralschaden" den Weg Mehdorns begleiten.





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