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08:15 Montag, 31. Juli 2006
Kijiji (Swahili for village) is a website similar to Craigslist for posting local classified advertisements. It is a subsidiary of eBay and was launched in February 2005. Kijiji websites are currently available for more than 70 cities in Germany, France, Italy, Canada, India, China, Taiwan and Japan. Curiously, the company does not offer its services in the United States, presumably due to the strength of Craigslist (in which eBay owns a 25% share). (aus http://en.wikipedia.org/wiki/Kijiji)
Vor nicht allzulanger Zeit hatte kijiji (sprich: kad-schi-schi) den wahrscheinlich größten deutschen Anbieter, opusforum, übernommen und jüngst die Verschmelzung (sprich: Löschung des Namens "opusforum") durchgeführt. Das opusforum selbst verstand sich in erster Linie als Kleinanzeigenportal nach dem erwähnten Vorbild von Craigslist und konnte nicht zuletzt eine erhebliche Anzahl an Zugriffen durch die Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit per Übernahme der Daten aus der SIS-Datenbank generieren.
Ob diese Zusammenarbeit kostenfrei erfolgt ist, dürfte unwahrscheinlich sein, da allein für die Pflege der Datenbank Kosten anfallen. Also darf getrost davon ausgegangen werden, daß selbst bei einer unentgeltlichen Überlassung dieser Daten seitens der BA letztlich der Steuerzahler für diese Kosten aufgekommen ist. Das muß per se auch nichts schlechtes sein; wurde doch das opusforum für die bessere Zugänglichkeit dieser Daten im Vergleich zum Angebot der BA überwiegend gelobt. Natürlich erweckt ein solches Angebot auch gewisse Begehrlichkeiten. Schließlich geht es hier um Millionen von Daten. Und mit denen kann man, ganz im Gegensatz zum Betrieb einer solchen Plattform, auch Millionen machen. Das sahen wohl auch die Macher von eBay so und gründeten deshalb kijiji, das globale Dorf. Und frei nach dem Motto "if you can't beat them, eat them" rockten die kijijijaner (die es im übrigen tunlichst vermeiden, mit eBay in einem Atemzug genannt zu werden) bei dem Betreiber des opusforums auf und kauften es ihm schnöderweis einfach ab. Jetzt sind, wie üblich, wenigstens zwei Parteien ziemlich glücklich. Natürlich haben die neuen Herren sogleich angekündigt, außer einer grafisch wesentlich schlechteren Aufbereitung nichts am bisherigen Konzept ändern zu wollen. Warum auch, bekommt man hier die Daten quasi for free hinterhergeworfen. Und an diesem Punkt wird es doch ein wenig kritisch. Nämlich dann, wenn diese Daten aus dem Bestand der BA stammen und nun von eBay via kijiji kommerziell aufbereitet werden. Schließlich dürfte es das Hauptbestreben von kijiji/eBay sein, Daten möglichst gewinnbringend zu verwerten; ansonsten würde man sich kaum eine "near-none-profit-organization" ans Bein binden. Sollte diese Befürchtung Tatsache werden, ist nicht nur im Kral die Hölle los. Ansonsten dürfte zumindest schon der Blick in das dazugehörige Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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