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15:41 Donnerstag, 20. Juli 2006
Google und die Adult-Branche waren ja bisher immer auf dem, sagen wir es mal übertrieben, Kriegsfuß. Doch seit heute, zumindest ist es mir erst seit heute bekannt, steht dieser Konflikt in einem ganz neuen Licht. Erstmals habe ich heute Adwords Anzeigen gesehen zum Thema "Penis Enlargment", "Viagra", "Camsluts", "Gay Sex" und "Goat Sex".
Wie man in den Redaktionellen Richtlinien ("Nicht jugendfreie und sexuelle Inhalte") nachlesen kann, sind nun scheinbar wirklich Adult Related Anzeigen erlaubt. Nur halt nicht in Deutschland, warum auch immer. Sex sells, sagt jeder, nun wohl auch Google. Warum das ganze mit keiner Zeile auf irgendeiner Newsseite erwähnt wird finde ich etwas seltsam. Auch von Google selbst habe ich nichts gefunden, das diese neuen Richtlinien bekannt macht.
Einfach läßt sich das für uns Deutsche aber leider nicht nachprüfen, da Adwords Anzeigen lokalisiert eingebunden werden und man daher leider mit einer IP aus einem Land braucht welches diese Anzeigen erlaubt. Wer es trotzdem mal probieren will kann natürlich einen Proxy benutzen wie zb. TOR, einen anderen Proxy Dienst oder auch anonymizer.com. Damit jetzt nicht einer auf die Idee kommt zu behaupten, dass ich mir das ganze nur ausgedacht habe und Google doch sowas nie machen würde, habe ich mal einen Screenshot gemacht in dem man sieht was passiert wenn man auf diese Seite geht, über TOR connected, die Filter über die Einstellungen ausschaltet (&safe=off) und nach "live sex" sucht:
So, wem das nun nicht genug ist, der kann das Experiment bei sich Zuhause selbst wiederholen und, falls man mutig genug ist, mit ausgeschaltetem Filter auch mal bei Google Images nach, sagen wir mal, "teensex" suchen. Dann sieht man was von Googles Leitfaden "Don't be evil" übrig bleibt. Zwei Klicks und schon ist Schluss mit lustig. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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