|
|
|
| Erste Seite | Die Idee | Boo melden | Ruhmeshalle | Kommentare | ||
|
Menü
Erste SeiteDie Idee Boo melden Ruhmeshalle Kommentare Newsfeed Forum DCT Archiv Kontakt Galerien
InsiderBoo Final Booshaft Baron eCards Intern Echo Kolumne Presse Bootanischer Garten Login
RegistrierenPasswort vergessen ![]() ![]() ![]() ![]() Blogliste
LanuDon Alphonso Che Hal Faber Pud Girl Strappato Sven Scholz Jens Scholz Thomas Knüwer Dr. Dean Spreeblick Lumma Wirres Markus Grill Sethos Bloghoster
Twoday.netBlogg.de Blogger.de |
21:31 Montag, 10. Juli 2006
Der Pausenfüller zwischen den Werbeblöcken sind die Serien. Ein Serienautor muß sich zuerst die fachliche Seite der Serien-Szene erarbeiten. Das ist der Steineklopf-auf-der-Galeere-Teil des Jobs. Die nachfolgenden Stufen sind dagegen Pipi. Kein Wunder, daß das stets auf der Lauer liegende Ausbeuterpack den Stufenvertrag erfand.
Der Trick der von den öffentlich-rechtlichen Gebührenvampiren beauftragten korrupten Schleichwerbertrusts, vulgo Produktionsfirmen - 'Ähm, äh, das war die Produktionsfirma, haben wir nix von gewußt' -besteht darin, nach jeder Stufe den Vertrag mit dem Autor kündigen zu können.
Ohne Begründung im Detail werden Drehbücher als "nicht abnahmefähig" bezeichnet. Das hat den doppelten Vorteil, den Autor a) nur zu einem Teil und b) ihm niemals ein Wiederholungshonorar zahlen zu müssen. Einen weiteren ganz persönlichen Vorteil hat die Opal-Film-Producerin Michaela von Unger hieraus generiert: Sie läßt die Autoren schuften, kickt sie dann - Vertrag ist Vertrag, Harhar! - raus, schreibt die Dialoge und kassiert persönlich ab, inkl. Wiederholungshonorar, versteht sich. Immerhin in den Begründungen ist Frau von Unger kreativ: - Der Autor hat das Gespür für die Figuren nicht gehabt - nachdem er sich tief in die Materie eingearbeitet hatte - der Autor sei mit der Entwicklung des Projekts nicht vorangekommen - nachdem er den ersten, schwierigsten und entscheidenden Schritt der Projektentwicklung erfolgreich durchführte - der Autor habe den Kontakt zur eigenen Geschichte verloren - Geh Pipi machen, Michi! Das Gerichtsverfahren läuft. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: ARD/ZDF-Autorenabzocke: Michaela von Unger ist Lady Dracula (noergler)
Der Link ist nicht mehr erreichbar. Daher hier der Originaltext:
>> "Organisierte Kriminalität" Fernseh-Autoren wehren sich gegen problematische Stufenverträge mit Produzenten VON TILMANN P. GANGLOFF Die Autoren sind empört, sprechen von "Knebelverträgen" und "Betrug"; manch einer wittert gar "mafiose Strukturen" und "organisierte Kriminalität". Aber nur hinter vorgehaltener Hand: Man hat Angst, auf einer schwarzen Liste zu landen. Stein des Anstoßes ist die zunehmende Praxis von Produzenten, so genannte Stufenverträge abzuschließen. Die Bezeichnung deutet bereits an, was den Autoren Ungemach bereitet: Ein Produzent hat nach jeder abgeschlossenen Stufe das Recht, den Vertrag einseitig zu beenden. Der Autor hat dieses Recht nicht. Tatsächlich machen Produzenten offenbar immer häufiger von der Möglichkeit Gebrauch, eine Zusammenarbeit vorzeitig zu beenden. Allerdings wird der entwickelte Stoff keineswegs auch ad acta gelegt. Rasch steht dann der Vorwurf vom Ideenklau im Raum. Außerdem fühlen sich die Autoren über den Tisch gezogen. In einem "Bilder-Treatment", also der konzentrierten, dialogfreien Fassung eines Drehbuches auf circa zwanzig Seiten, steckt in der Regel schon ein Großteil der Arbeit: Recherche, Ideenentwicklung, Dramatisierung. Der Rest ist für einen versierten Schreiber Routine. Trotzdem zahlen Produzenten für ein Treatment meist bloß ein Viertel des Gesamthonorars. Nach der ersten Fassung hat der Autor seine Schuldigkeit getan Zwei Fälle zeigen besonders anschaulich, wie gründlich Autoren und Produzenten aneinander geraten können. Der erste Fall begann im Jahr 2004. Karlheinz Freynik entwarf mit Koautorin Ilse Biberti für die SWR/Bavaria-Tochter Maran-Film ein Exposé mit dem Arbeitstitel Herbstgeflüster, eine anrührende Geschichte über eine alleinstehende Witwe, die mit Hilfe eines obdachlosen Straßenmusikers neuen Lebensmut zu gewinnen vermag. Der Entwurf kam an, Freynik schrieb ein Treatment und auf dieser Basis eine erste Drehbuchfassung - und hatte dann seine Schuldigkeit getan; dank eines Stufenvertrages konnte die Maran die Zusammenarbeit beenden. Freynik bekam nach eigener Aussage weder eine qualifizierte Begründung noch die Gelegenheit, eine zweite Fassung zu erstellen, was laut Vertrag sein gutes Recht gewesen wäre. Bei Maran-Film kommentiert man den Vorgang lapidar: Freyniks Drehbuchfassung sei "als nicht abnahmefähig" beurteilt worden. Man habe daher einen neuen Autor mit der Erstellung des Drehbuches beauftragt. Dem Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) liegen weitere, ganz ähnliche Beschwerden vor. Eine Firma hat der VDD konkret im Visier: Die Opal Filmproduktion mit Sitz in Berlin produziert für das ZDF die Serie Küstenwache. Besucher der Homepage werden aufgerufen, ihre "persönlichen TV-Drehbuch-Vorschläge" einzureichen, 15 Zeilen à hundert Zeichen; eine ungewöhnliche Form der Autorensuche. Tatsächlich weist Küstenwache eine Vielzahl unterschiedlicher Autoren auf. Auch das ist gerade bei einer Serie mit festem Ensemble und sehr speziellem Hintergrund nicht die Regel. Oft werden weitere Fassungen des Drehbuchs nicht abgenommen Opal Film schließt mit den Autoren grundsätzlich Stufenverträge ab. Dabei, so der Berliner VDD-Anwalt Henner Merle, sei es anscheinend "nicht unüblich, dass die einzelnen Werkstufen aus verschiedenen, möglicherweise vorgeschobenen Gründen nicht abgenommen werden". In den Genuss des Wiederholungshonorars, ergänzt ein betroffener Autor, komme man laut Vertrag "nur dann, wenn auch die dritte Drehbuchentwicklungsstufe abgenommen wird. Dies passierte selbstverständlich nicht". Mit der Begründung, man habe das Gespür für die Figuren vermisst, sei die Zusammenarbeit - "wie bei unzähligen anderen Autoren vor uns" - beendet worden. Die weiteren Werkstufen werden laut Merle "von den Producerinnen der Firma unter einem Pseudonym weiter geschrieben". Diese erhielten dann nicht nur die Vergütungen für die Abnahme der letzten Drehbuchfassung, sondern "kassieren auch noch das vollständige Wiederholungshonorar". Eines dieser Pseudonyme ist dem VDD bekannt: Hinter der viel beschäftigten Küstenwache-Autorin vermutet man die Opal-Film-Producerin Michaela von Unger. Die reagiert mit Empörung auf die VDD-Vorwürfe: Das sei "absoluter Quatsch". Die Existenz der Stufenverträge räumt sie zwar vorbehaltlos ein, doch Drehbücher "werden nicht intern fertiggestellt". Natürlich komme es vor, dass ein Autor mit der Entwicklung eines Projekts nicht vorankomme, schließlich sei Küstenwache ein schwieriges Format. Selbst erfahrenen Schreibern könne es passieren, "dass sie den Kontakt zu ihrer eigenen Geschichte verlieren". In solchen Fällen biete man Hilfestellung und dramaturgische Tipps; wenn alles nicht helfe, übernehme ein anderer Autor. Michaela von Unger räumt ein, dass sie dies unter dem Pseudonym "Silke Holtheide", ihrem Mädchennamen, gelegentlich (so etwa in dem für 17. Mai vorgesehenen Film Auf der falschen Seite) auch selbst tue - selbstverständlich "nicht, um mich zu bereichern". Der Name "Holtheide", beteuert sie, tauche bloß dann auf, wenn eine Drehbuchidee von ihr stamme. Nur dann bekomme sie auch ein Honorar. Die geschilderten Vorgänge sind offenbar kein Einzelfall. Der VDD wird laut Geschäftsführerin Katharina Uppenbrink "immer öfter" von seinen Mitgliedern auf solche Praktiken hingewiesen. Es dürfe aber nicht zur Regel werden, dass Autoren "unter vorgeschobenen und meist sehr überraschend auftauchenden Begründungen von der Weiterarbeit ausgeschlossen werden". Der Verdacht besteht, dass sich Produzenten quer subventionieren Aus Sicht des VDD dränge sich der Verdacht auf, "dass hier Autoren systematisch um große Teile ihres Honorars gebracht werden". Sollte sich bestätigen, so Uppenbrink, dass Produktionsfirmen auf die geschilderte Weise die Stoffentwicklung "quer subventionieren", stünden auch Sender in der Verantwortung: "Es darf nicht sein, dass Autoren das Stoffentwicklungsrisiko für die ganze Branche übertragen wird, ohne dass sie angemessen vergütet werden, was auch eine Beteiligung an den Erlösen bedeutet". Hans Janke, stellvertretender Programmdirektor und Fernsehspielchef, sieht jedoch keinen Handlungsbedarf. Er sagt, ZDF und Opal Film pflegten einen "außerordentlich vernünftigen Umgang" miteinander. Die Autoren haben lange gezögert, Opal Film zu verklagen: Sie hatten Angst, selbst bei gewonnenem Prozess auch von anderen Firmen keine Aufträge mehr zu bekommen. Während sich Freynik und Maran auf Vermittlung des VDD außergerichtlich einigen wollen, will der Autorenverband Opal Film gerichtlich zur Zahlung eines angemessenen Honorars zwingen lassen. <<
Re: ARD/ZDF-Autorenabzocke: Michaela von Unger ist Lady Dracula (strappato)
Der Artikel, ist der akteuell?
Wortgleich gibt es da was von verdi: http://mmm.verdi.de/archiv/2006/04/film/unter_wert_bezahlt Ist von März, die Entwicklung mit der Klage ist nicht drin. Ist der FR-Autor auch Tilmann P. Gangloff?
Re: (noergler)
Ja, es ist der gleiche Autor; steht auch oben.
Re: (che2001)
Das ist halt ganz libertär die totale Befreiung des Werks vom Autor und des Auftragggebers vom Vertrag ;-)
Re: Re: (strappato)
Sorry, habe ich zu spät gesehen.
Das mit den Stufenverträgen ist wohl die logische Folge der daily Soap- Serienproduktionen. Wo Outline-Autoren die groben Handlungsstränge entwickeln, Dialog-Autoren schreiben und Skript-Editoren den Feinschliff machen. Eine Art Fordismus: Teilung der Arbeitsvorgänge und Standardisierung der Tätigkeiten.
Re: (noergler)
Es ist nicht dasselbe, ob ich als Outliner weiß, daß ich für die Fortschreibung der Handlung über die große Strecke beschäftigt bin, oder ob ich für eine Serie wie "Küstenwache" (was keine daily soap ist) komplett engagiert bin, und nach der ersten und arbeitsaufwendigsten Stufe rausfliege.
|
Mir nach!
![]() Suche
Ältere Artikel
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Sämtliche Logos und eingetragene Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Besitzer. Für den Inhalt der gemeldeten Nachrichten, der Kommentare und der gesetzten Links, ist der Initiator des betreffenden Beitrages verantwortlich. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||