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ARD/ZDF ARD/ZDF-Autorenabzocke: Michaela von Unger ist Lady Dracula
BOO ARD/ZDF von noergler

21:31 Montag, 10. Juli 2006

Der Pausenfüller zwischen den Werbeblöcken sind die Serien. Ein Serienautor muß sich zuerst die fachliche Seite der Serien-Szene erarbeiten. Das ist der Steineklopf-auf-der-Galeere-Teil des Jobs. Die nachfolgenden Stufen sind dagegen Pipi. Kein Wunder, daß das stets auf der Lauer liegende Ausbeuterpack den Stufenvertrag erfand.
Der Trick der von den öffentlich-rechtlichen Gebührenvampiren beauftragten korrupten Schleichwerbertrusts, vulgo Produktionsfirmen - 'Ähm, äh, das war die Produktionsfirma, haben wir nix von gewußt' -besteht darin, nach jeder Stufe den Vertrag mit dem Autor kündigen zu können.
Ohne Begründung im Detail werden Drehbücher als "nicht abnahmefähig" bezeichnet. Das hat den doppelten Vorteil, den Autor a) nur zu einem Teil und b) ihm niemals ein Wiederholungshonorar zahlen zu müssen.

Einen weiteren ganz persönlichen Vorteil hat die Opal-Film-Producerin Michaela von Unger hieraus generiert: Sie läßt die Autoren schuften, kickt sie dann - Vertrag ist Vertrag, Harhar! - raus, schreibt die Dialoge und kassiert persönlich ab, inkl. Wiederholungshonorar, versteht sich.

Immerhin in den Begründungen ist Frau von Unger kreativ:

- Der Autor hat das Gespür für die Figuren nicht gehabt - nachdem er sich tief in die Materie eingearbeitet hatte
- der Autor sei mit der Entwicklung des Projekts nicht vorangekommen - nachdem er den ersten, schwierigsten und entscheidenden Schritt der Projektentwicklung erfolgreich durchführte
- der Autor habe den Kontakt zur eigenen Geschichte verloren - Geh Pipi machen, Michi!

Das Gerichtsverfahren läuft.





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