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07:30 Mittwoch, 28. Juni 2006
Über Pater Kabels Einstieg bei Jung von Matt wurde schon viel geschrieben. In der Fachpresse und den "Klowänden des Internets." Ins Klo des Internets haben Jean-Remy von Matt und Holger Jung allerdings eine Menge Geld hinab gespült. Denn so sieht's wirklich aus bei Jung von Matt/next...
Bekannt sein dürfte, dass bei JvM/next fast nur mit Freelancern gearbeitet wird. Weil feste Mitarbeiter nicht zu kriegen sind. (Die Dialog Unit sucht schon seit 6 Monaten nach einem CD Art, und keiner wills machen!) Dabei spielt die Qualifikation auch keine Rolle. Es reicht, sich in der Nähe des Gebäudes aufzuhalten, um einen Job angeboten zu bekommen. Doch da ist Vorsicht geboten, denn eine Reihe von Freien wartet schon seit Monaten auf ihr Geld. Der Geldfluss scheint versiegt zu sein und Mahnungen bleiben liegen. Peinlich für eine Agentur wie Jung von Matt.
Der jüngst erworbene Cannes Löwe katapultiert die Firma nicht gerade in sphärische Höhen, da der tägliche kreative Output weit unter dem Niveau bereits etablierter Agenturen bleibt. Deshalb auch der ständig fruchtlose Versuch, bei BMW zu punkten. Die große Bekanntgabe, man habe im Dialogbereich BMW Etats gewinnen können, war wieder mal eine misslungene Selbstinszenierung. Bei BMW Financial hatte man die CI Abteilung übergangen und bei der Neueinführung des BMW X5 eine nicht realisierbare Kampagne vorgelegt. Im Offline Bereich ist JvM/next sowieso eine Totgeburt. Das belegen allein die Kündigungen von mehreren Topkreativen. So schmissen in jüngster Zeit ein CD Art, ein Texter und ein Art Direktor das Handtuch, weil Inkompetenz und schlechte Kreativführung nicht mehr tragbar waren. 6 Berater, 4 Screendesigner und ein Technischer Direktor rannten ebenfalls davon. Macht zusammen 16 freiwillige Abgänge in nur einem Jahr seit der Firmengründung. Ein guter Schnitt, wenn man nach außenhin eine abschreckende Wirkung erzielen will. 90 % aller Pitches gingen verloren!! Während nach Außen versucht wird, den Schein zu wahren, ein aufstrebendes Unternehmen unter der grünen Flagge des Trojanischen Pferds zu sein, wird im Laden selbst um Macht gerangelt. Dass man sich von Peter Kabel trennen werde, scheint intern bereits beschlossene Sache zu sein. (Gelder wurden bereits gekürzt.) Wer dann die Führung übernimmt, sowohl Off- als auch Online, wird gerade ausgefochten. Beide Abteilungen sind defizitär und kreativ inkompetent besetzt. Die Suche nach einer kreativen Führung im Dialogmarketing gestaltet sich ebenso erfolglos, wie die Besetzung der ausgeschriebenen 14 offenen Stellen. Dass der Gewinn des Mercedes Etats daran etwas zu ändern vermag, ist eher unwahrscheinlich. Es sei denn, man vergisst das Geld, das man ins Klo gespült hat und geht auf Einkauftour. Und mit etwas Glück kriegen alle Freien vorher noch ihr Geld aus Peter Kabels Abfindung. Gut zu machen hat er ja einiges. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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