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16:54 Samstag, 17. Juni 2006
Der Mobilfunk-Boom in Afrika wird auch durch die Arbeit von schulpflichtigen Kinder organisiert. Der Mobilfunk-Markt in Afrika wird von wenigen Multis beherrscht, als da sind Vodafone/Vodacom, MTN, Celtel, Orascom und Orange.
Die Kinder stehen in den Strassen, inmitten des fliessenden Verkehrs und verkaufen Telefonkarten. Gleichzeitig werden im Festnetzbereich zehntausende Jobs abgebaut. Als Ersatz kommen "unsichere" Jobs im Bereich der Mobilfunkfirmen zum tragen. Die Multis bedienen sich dabei auch der Kinderarbeit.
Wie überall werden riesige Profite eingefahren, aber reguläre Arbeitsplätze will man nicht. Manchester-Kapitalismus im 21. Jahrhundert. Vodafone setzt in Deutschland mal eben 20 Mrd. Euro Verluste von der Steuer ab, nimmt hier jedwede legale Möglichkeit in Anspruch, Arbeitslose müssen sich sagen lassen, sie sollen nicht alle Möglichkeiten der gesetzlichen Regelungen ausschöpfen und in Afrika lässt man Kinder arbeiten, da lässt man dann die Maske fallen. Kapitalismus pur, neoliberale Reinkultur. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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