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16:51 Sonntag, 28. Mai 2006
Ausgerechnet die ComputerBild aus dem Hause Springer wird zum Vorkämpfer für die Pressefreiheit und wehrt sich gegen die geplante Einflußnahme von Microsoft auf die redaktionelle Berichterstattung über die Office-2007-Vorabversion.
Die Redaktion sollte - wie alle Computerpublikationen, die eine Kopie von "Office Professional Plus 2007 Beta 2" auf ihren Heft-CDs oder -DVDs anbieten wollen - einen Knebelvertrag unterschreiben. Der sieht unter anderem vor, dass alle Artikel über Office 2007 von Microsoft genehmigt werden müssen. Außerdem dürfen auf der Heft-CD keine Open-Source-Produkte enthalten sein. Ziel dieser Aktion - so der Softwareriese - ist, die Berichtigung von "Inkorrektheiten in Bezug auf die Produkte" und die Vermeidung einer "Herabsetzung von Microsoft und/oder jeglichen Produkten". Das war selbst der Redaktion der ComputerBild zuviel: Sie verweigerte die Unterzeichnung des Knebel-Vertrages und veröffentlicht den Vorgang in ihrer morgigen Ausgabe.
Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Microsoft will kritsche Berichterstattung über Office 2007 verhindern (strappato)
Ich glaube, mein c't-Abo wird gekündigt. War in letzter Zeit sowieso zuviel HDTV, media-Center, Navis and anderes Consumer-Elektronik-Kram drin.
wenn selbst.... (nightrunner)
die computerBild da sturm läuft obwohl sie sonst jeden mist mitmachen muss der vertrag telefonbuchdicke gehabt haben
Re: Microsoft will kritische Berichterstattung über Office 2007 verhindern (nickpol)
Der monokulturelle Schädling Microsoft zeigts dem Rest der Welt. erst führt man hotmail-Live ein, in den Genuss des gesamten umfangs der Software kommt man aber nur wenn man den IE benutzt, nicht z.B. Firefox. Da wird man dann informiert, dass man sich leider für die klassische Ansicht entschieden habe, was gar nicht der Fall ist und nun das. Positive Berichterstattung um jeden Preis, Mitsprache bei der redaktionellen Arbeit und Prüfung der Inhalte, dass will Microsoft und die C´t macht das mit. da weiß man was Software-Tests in dieser Zeitung oder in diesem Verlag Wert sind, nichts. Für den User, weg von MS, hinzu OpenOfficeOrg, Firefox, Opera oder Netscape, Winamp und und. Es gibt genug Ersatzprodukte für das Zeuch aus Seattle.
Merkwürdig (hockeystick)
Heise http://news.google.de/news?hl=de&tab=wn&ie=UTF-8&ncl=http://www.golem.de/0605/45568.html"> hinkt bei dieser Nachricht mit der Berichterstattung ein wenig hinterher.
Re: die dürfen nicht ;-) (lanu)
oder?
Illusionen (hockeystick)
Hal Faber dichtete jüngst Nein, das Schöne ist, wie jede Illusion, die man vielleicht noch über den Journalismus haben kann, mit dem Getratsche über Honorare und Pöstchen gründlich ausgepült wird.
c´t-Chefredakteur: Microsoft ist lieb ..... (CIO-Blogger)
Mittlerweile gibt es eine Stellungnahme von c't-Chefredakteur Christian Persson. Darin schreibt er u.a.: "Der aus den USA vorgegebene Vertrag ist aus meiner Sicht juristischer Overkill, schränkt aber bei vernünftiger Auslegung die journalistische Freiheit nicht ein. Es ist ohnehin guter journalistischer Brauch, dem Betroffenen eine Gelegenheit einzuräumen, zu Kritik Stellung zu nehmen. Davon, dass Microsoft Formulierungen vorgegeben habe, kann überhaupt keine Rede sein.... De facto hat Microsoft keinerlei Versuch unternommen, auf die Berichterstattung Einfluss zu nehmen."
War vielleicht auch gar nicht nötig. Denn die Überschriften der Artikel im neuen Heft "Microsoft Office Beta: Verheißungsvolle Vorschau" und "Microsoft erfindet den Desktop neu: Ein Reiseführer durch Vista Beta 2" klingen auf jeden Fall nicht besonders kritisch.
Bemerkenswert vielleicht noch... (hockeystick)
...dass das Produkt durchaus nicht in allen Redaktionen Jubelstürme ausgelöst hat. So schreibt die http://www.chip.de/news/c1_news_20006522.html">CHIP-Online: Gratulation! Microsoft hat sich wieder einmal selber übertroffen. Die großmundig als "intuitiv" beworbene Menüstruktur ist eine Frechheit. Beispiel gefällig? Versuchen Sie doch einfach im neuen Office ein Dokument zu öffnen. Klingt einfach! Ist es aber nicht: Selbst gestandene CHIP Online-Redakteure scheiterten fast an der Aufgabe. [...] Eingängige Bedienung schaut anders aus!
So wurde der Open-Befehl gut hinter dem neuen Microsoft Office Button versteckt. [...] Nutzerfreundlichkeit schaut anders aus.
Microsoft will kritische Berichterstattung über Office 2007 verhindern (zaphodb)
Ey Vorsischt, isch habe swei MSCE in meiner Firma, die brauchen Arbeit.
Und wieso nicht 'Open' hinter 'Office'? 'Shutdown' ist doch bei XP auch hinter 'Start'.
Re: Microsoft will kritische Berichterstattung über Office 2007 verhindern (Andreas Skowronek)
Bekomme ich jetzt nie, nie mehr Rezensions-Software von MS? Obwohl, wenn ich recht überlege: Ich habe ja noch nie MS-Produkte zur Besprechung angefordert.
Und würde ich es mal tun müssen, würde ich mich nicht an deren Regeln halten. Hier der Beweis: http://37sechsblog.de/?p=1179 |
Mir nach!
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