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T-Systems T-Systems - Wie man sich in der Old Economy selbst zerlegt
INSIDER T-Systems von porschekiller

08:49 Sonntag, 14. Mai 2006

Lothar Pauly, aktueller T-Systems-CEO, gibt nach den eher miesen Zahlen der letzten Telekom-BilanzPK die Marschrichtung vor: Neukundengewinnung und Kundenbindung hat Prio 1! Und parallel dazu wird intern deutlich, wie das umgesetzt werden soll - am besten schickt man die Kunden und Interessenten in einen Russisch-Kurs und dann nach St. Petersburg, denn hier ist bald keiner mehr.
Die Projektleiter bekamen's wohl eher beiläufig mitgeteilt, dass sie doch biddeschöön 30% ihrer Entwickler solange am Popo kitzeln sollen, bis sie freiwillig gehen. Denn wir haben ja ein Pfund am wuchern, welches unseren Kunden satte Einsparungen bei Entwicklung und Support bietet: Die Offshore-Entwickler, die nur 30% Kosten verursachen, z.B. in St. Petersburg oder - latürnich - in Indien.

Dass dadurch 50% Entwicklerleistung hierzulande gebunden wird, da diese Zeit für Koordination, Übersetzung, Schulung, permanente Anleitung bei kleinsten Problemen und Fhelrbehebbung (russisches Tastatur-Layout hat so seine Tücken) draufgeht, interessiert nicht. Auch nicht, dass die Offshore-Leute schnell merken, dass woanders in der EU besser gezahlt wird und die T-Systems-Ausbildung ein netter Skill-Zuwachs für die Bewerbung beim Marktbegleiter ist.

Wichtiger war T-Systems, dass der 30%ige Stellenabbau nicht vor der gerade stattgefundenen Betriebsrats-Wahl bekanntgegeben wird. Man könnte ver.di ja in die Karten spielen...

BTW: Hier wäre ein BR mal wirklich gefordert, indem er politische Unsinns-Entscheidungen argumentativ in Stücke reisst und dies mit Wirtschaftlichkeitsberechnungen belegt. Ist ganz einfach. Nur mal nach St. Petersburg fahren und nachschauen, was die da wirklich machen...





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