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17:50 Mittwoch, 19. April 2006
Man sollte meinen, der größte Virenscanner- und Firewallanbieter der Welt sei liquide und in einer komfortablen Finanzsituation. Aber entweder ist man etwas zu geschäftstüchtig, oder braucht stille Reserven für die Kriegskasse, oder einfach nur dreist: Wie das US-Finanzministerium verlautbaren ließ, mus Symantec gut Eine Milliarde Steuerschulden nachzahlen.
Während sich Klein Che als braver Steuerbürger auf die üppigen Zurückerstattungen des diesjährigen Lohnsteuerjahresausgleichs freut, wird Onkel Norton wohl etwas klamm werden: Eine Milliarde Dollar, das ist ein Fünftel des Jahresumsatzes. Keine Ruhmesmeldung für eine Unternehmen, das sich auf Expansionskurs sieht und erst kürzlich Veritas geschluckt hat, was laut Auskunft von CEO Thompson den Abbau von Persnal- und Büroüberkapazitäten in Größenordnung von 100 Millionen Dollar bedeutet. Man ist gerade in der Restrukturierung.
Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Symantec - ey Alter, haste mal ne Milliarde (nickpol)
@Che, Lohnsteuerjahresausgleich gibts seit über 10 Jahren nicht mehr :-)), da stimmt was nicht!
Auf die Ausrede bin ich gespannt.
Re: (che2001)
Na ja, dat Dingens, wo man dem Finanzamt seine Steuererklärung schickt und sich Werbungskosten erstatten lässt.
Vom Finanzamt was wiederkriegen? (Tomahawk)
Ist wohl ziemlich Sense, vertrauter Freund. Die Büttel von Eichel und Steinbrück (zwei Namen, gleiche Verschuldung, gleiche Gestrigkeit) sind gehalten, jeden nur möglichen Pfennig einzubehalten, auch widerrechtlich.
Falls der gelackmeierte "sehr geehrte Steuerbürger" dagegen angeht, wird der Einspruch abgelehnt; denn zu klagen trauen sich die wenigsten, und damit ist der Schandlohn eingesackt. Wird aber dennoch geklagt, verschleppen die Staatstragenden die Verhandlung vor dem Finanzgericht mit Ausflüchten, die sich nur im Duden für Beamte finden: "Federführender Bearbeiter wurde in eine andere Abteilung versetzt, Nachfolger benötigt noch einige Monate zur Einarbeitung." "Frau/Herr XY ist auf längere Sicht erkrankt. Eine Genesung ist zur Zeit nicht abzusehen." "Aus Urlaubsgründen kann die Angelegenheit hierorts zur Zeit nicht bearbeitet werden." "Stellvertretung wegen Personalknappheit nicht möglich." "Herr/Frau XY ist vorerst einigermaßen wiederhergestellt, hat aber eine sechswöchige Kur angetreten; wird anschließend zwecks vollständiger Genesung einige Monate nur halbtags zur Verfügung stehen." Und der beste Schnack: "Aufgrund eines bedauerlichen Ausfalls der hieramtlichen Telefonanlage konnte Mitarbeiter X Ihren Anruf nicht an die Mitarbeiterin Y weiterleiten. Da Sie es verabsäumt haben, Ihre begründeten Argumente schriftlich (per Brief, Fax oder mündlicher Niederschrift im Amt) vorzulegen, ist der Fristablauf eingetreten." (Unnötig zusagen, daß X am Telefon zugesichert hatte, damit sei alles erledigt, der Einspruch protokolliert und aktenkundig.) P.S.: Dies sind Erlebnisse eines ESt.- und USt.-Pflichtigen, aber bei der Lohnsteuer, wo es weniger Aufmüpfige gibt, sieht es nicht anders aus. Was tun? Auswandern, Jungs & Deerns! |
Mir nach!
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