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12:32 Samstag, 25. März 2006
Die Seuche geht um. Die Symptome sind eindeutig. Unkontrolliertes Reagieren, Schaum vor dem Mund, irrwitzige Fristsetzungen und plumpe Drohungen.
Transparency Deutschland will Moni blogtot machen. Glasnost wie zu Stalins Zeiten, dabei hätte es so nett werden können. Denn so kommt transparency deutschland daher:
"Demokratie bedeutet gleiche Zugangsmöglichkeiten zu politischen Entscheidungen und setzt den gleichen und freien Zugang zu den entscheidungsrelevanten Informationen voraus. Die demokratische Staatsform wird nur als eine nicht-korrupte Demokratie überleben. Dazu müssen ihre Grundlagen - Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit - für den Einzelnen erfahrbar bleiben." Weit ab davon liest sich das nur noch so: Ich erspare es mir zunächst, auf Einzelheiten einzugehen, sondern gebe Ihnen Gelegenheit, den Text unverzüglich, spätestens bis zum 26.03.2006, 24.00 Uhr aus dem Netz zu nehmen. Es sieht nicht gut aus für den Patienten. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Transparency Deutschland ebenfalls infiziert (hockeystick)
Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass offenbar ausgerechnet der Ethikbeauftragte (!) der Organisation auch für die hanebüchenen Droh-E-Mails verantwortlich zeichnet.
http://www.transparency.de/Ethikbeautragter.600.0.html
Re: (strappato)
Der Vorgang ist bemerkenswert, weil hier jemand den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird. Ist aber auch kein Einzelfall, wenn man die Arbeitsbedingungen in vielen anderen Verbänden mit moralischen Anspruch kennt. Die Aufregung in bloggersdorf finde ich trotdem überzogen. Für mich sieht es eher nach einem "Clash of Cultures" aus. In der Wirtschaft gilt immmer noch das Prinzip, dass Personal- und Gehaltsangelegenheiten vertraulicher sind als die Coka-Cola-Formel. Daher hatte ja auch DCT so einen durchschlageneden Erfolg. Blogs bringen da einiges durcheinander. Mich würde nicht wundern, wenn die ehemalige Mitarbeitern auch einen netten Brief bekommt, weil sie Interna an Dritte weitergetragen hat. Daher halte ich es für eine Dummheit, dasas in dem Eintrag das Unternehmen genannt und der Fall dich sehr detailliert ausgebreitet wird. Im ursprünglichen Eintrag stand nur "gemeinnützige NGO" oder so was. Später muss dann der Name des Verbandes noch dazu gekommen sein. Ich denke, dass BooCompany-Sentinels dies cleverer gemacht hätten, ohne die Insiderin möglichen Problemen auszusetzen.
Re: das problem (lanu)
"Ich denke, dass BooCompany-Sentinels dies cleverer gemacht hätten, ohne die Insiderin möglichen Problemen auszusetzen."
hmm, ich halte es für schlimm, dass man in dieser hinsicht übung haben muss. einfach so mal seine meinung zu äussern geht nicht. man muss wissen, dass rufschädigung oder manchmal beleidigung immer dafür herhalten, meinungen aus dem netz zu kicken. noch schwieriger wird es, wenn man als dritter darüber berichtet. mich würde nicht wundern, wenn moni alles zurücknehmen müsste, wenn die drohung bei der freundin eintrifft und die darum bittet. wir sollten boocamps einrichten, in denen sentinels und informanten üben können. mich ärgert es immer zutiefst, wenn die anderen mit ihren forderungen durchkommen.
Re: (strappato)
Boo-Camps. Gute Idee. Wenn man sich die Abmahnwellen so ansieht, bestünde da wirklich Bedarf. Gesetze, die den Einzelnen oder Organisationen vor ungerechtfertigter Kritik in der Öffentlichkeit schützen, sind nun mal ein zweischneidiges Schwert.
Mir ist unbegreiflich, wie man die ehemalige Mitarbeiterin so blossstellen konnte. Da würden boo-camps oder eine Anleitung "Whistle-Blowing leicht gemacht" sicher manche schlechte Erfahrung oder Niederlage ersparen. Übrigens kämpft T-D auch für den Schutz von whistle-blowern. Aber wenn dann alles schön geordnet: http://www.transparency.de/Whistleblowing.60.0.html Natürlich können Sonderinteressen des Hinweisgebers nicht im Vordergrund stehen und dürfen effektiv existierende ordentliche interne Kontrollverfahren nicht umgangen werden.
Re: die haben ne komische vorstellung (lanu)
dann doch lieber boo-camps
Re: (strappato)
Da haben wir es:
Nur am Rande möchte ich erwähnen, dass meine Freundin gestern ebenfalls einen ? wie wir auch dort empfinden ? einschüchternden Brief des Justitiars und Ethikbeauftragten bekommen hat, in dem er ihr erhebliche Rechtsverletzungen vorwirft. http://wasweissich.twoday.net/stories/1747362/ Mal ein Buch schreiben: "Boo-en für Dummys."
Re: oh je (lanu)
:-(((
Re: (strappato)
Es geht ja weiter. In der Dunstkreis des politischen Berlins mit Lobbygruppen, Redaktionen und Verbänden wird die Dame schwerlich noch einmal einen Job bekommen. Der Fall wird schnell rund gehen, auch um sowas beim nächsten Mal zu verhindern.
Welch eine grenzenlose Dummheit. Gerade auch weil der Name der Organisation erst hinterher ins blog gekommen ist.
Re: wie siehts aus (lanu)
machste den ersten dozenten im boo-camp 2006?
Re: (strappato)
Mal ohne Flachs: Ich halte sowas ähnliches für sinnvoll. Ich stelle mir das iragndwie vor, wie ein CCC-Kongress. Also mit Vorträgen, workshops usw. Es gibt viele Themen, mit denen man sich auseinander setzen müsste und die zur Zeit im "blograusch" gerne verdrängt werden.
Beispiels: Blogs, die jede Image-Kampagne per google-ranking zerstören: Das riecht sehr nach Regelungsbedarf. Die Bundesregierung will das Teledienstegesetz novellieren. Das Bundesjustizministerium hat einen Referentenentwurf erarbeitet, der klarer deutlich macht, dass private Anbieter die Pflicht zur Kennzeichnung (Impressum) haben. Was übrigens in Österreich schon seit Anfang 2005 gilt. Der bitkom, begrüsst in einer Stellungnahme den Entwurf als "Schritt zur Vereinheitlichung des deutschen Medienrechts". Immerhin wird darin die Impressumspflicht auch für private Anbieter kritisiert. Die angeführten Gründe (Abmahnwellen, Datenmissbrauch) sind nachvollziehbar und werden in den Diskussionen in den blogs ´über das Thema auch immer wieder angeführt. Was aber nachdenklich macht: der bitkom zählt in der Stellungnahme Chats, Foren und private Websites mit Urlaubsfotos auf. blogs kennt der Verband nicht. Der Begriff "blogs" führt auch bei einer Suche auf der Website des Verbandes zu keinem Ergebnis. Meine Befürchtung: Die Impressumspflicht ist mit den vom bitkom vorgeschlagenen Änderungen - falls sie berücksichtigt werden - nicht vom Tisch. Die unscharfen Grenze zwischen journalistischem Angebot und privater Meinungsäusserung, die blogs ja oft haben, ist nicht ausgeräumt, da es, wenn es nach dem Willen des Verbands geht, bei der jetzigen Formulierung "geschäftsmässig" bleiben soll. Im übrigen hat ja die neue Bundesregierung schon gezeigt, dass sie im Internet gerne klare Verhältnisse hätte. Eine Impressumspflicht würde die Bloglandschaft nachhaltig verändern und die weitere Entwicklung hemmen. Nicht zuletzt haben auch die Reporter ohne Grenzen auf die Notwendigkeit einer freien und wenn nötig anonymen Meinungsäusserung hingewiesen. Es gäbe also eine Menge Themen, über die man sich - auch in kleiner Runde - austauschen sollte.
Missbrauch des W3C-Validated Logos (Gerichtsreporter)
... und in ihrem http://www.transparency.de/Impressum.215.0.html" rel="nofollow" target="_blank" title="Impressum ti">Impressum führen sie http://validator.w3.org/check?uri=http://validator.w3.org/check?uri=http%3A%2F%2Fwww.transparency.de%2FImpressum.215.0.html" target="_blank" title="W3C Validator: Transparency international Seite nicht valider XHTML Code">missbräuchlich das Logo für validiertes XHTML 1.0 des W3C Konsortiums.
PDS-Seminar "Öffentlichkeitsarbeit, aber besser" (hockeystick)
Sonnabend, 11. März 2000, 10 bis 18 Uhr,
Karl-Liebknecht-Haus, Konferenz-Zentrum, Kleine Alexanderstr. 28, 10178 Berlin Um 13 Uhr gab es die Arbeitsgruppe: "Recht im Internet" mit Prof. Dr. Jürgen Marten (Rechtsanwalt) Das Leben schreibt die schönsten Geschichten. http://www.pds-berlin.de/ereignis/werk-oea.htm
Privat...... (hockeystick)
...setzt sich der Mann übrigens ganz generell "Für eine friedliche und soziale Welt" ein.
Aber einer arbeitslosen Hartz-IV-Empfängerin mit juristisch irrwitzigen Vorwürfen kommen und mit etwaigen Abmahnkosten drohen. Ich erspare mir an dieser Stelle nur aus juristischen Gründen eine pauschale Schmähkritik im Sinne des einschlägigen Bundesverfassungsgerichtsurteils. http://www.notwelcomebush.de/index.php?menuid=11
Ups - mein Fehler - er setzt sich doch nicht für eine friedliche und soziale Welt ein (hockeystick)
..das war offenbar ein anderer Marten.
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