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Vodafone Vodafone auf dem Weg zum Local Player
BOO Vodafone von DonAlphonso

14:31 Montag, 06. März 2006

So wird das nichts mehr mit den Weltmarktplänen: Vodafone trennt sich unter Ach und Klag von seiner teuer eingekauften japanischen Tochter. Damit ist bewiesen: Auch Mandelaugen können blau werden, und der asiatische Markt ist für manche hochfliegenden Pläne so gesund wie Vogelgrippe.
Mit diesem Vorgehen ist Vodafone auf dem Weg weg von seiner Stellung als weltgrösster Mobilfunker. Hintergrund ist neben der enttäuschenden Entwicklung in Vorreiterland Japan, wo Vodafone einfach nicht das rrichtige Gespür für handygerechtes Hentai und Bukkake hatte (just for the Stabreim!), das Gequengel der Analysten. Die wollten Vodafone Japan lieber verkauft sehen, die Einnahmen bei den Aktionären und die resultierenden 5 Milliarden Verluste beim Abschreiben in der Buchhaltung. 19 Milliarden hatte die Firma gekostet, 14,3 Milliarden soll sie einbringen - wenn sich jemand dafür findet.

Man könnte jetzt natürlich fragen, was das bedeutet. Immerhin gilt Japan neben Korea als die grosse Testplattform für alle kommenden Mobilinhalte, die mit UMTS das dicke Geld bringen sollten. Wenn sie in japan schon nicht mal bei den Leuten ankommen, wie soll das erst in Deutschland werden, wo dank Billiganbieter die Kundschaft der Prepaid-Handys sich gerade aus dem Dunstkreis von Vodafones "wechsel zu UMTS"-Botschaften vertschüsst. Vielleicht wird der Laden ja auch bald vertickt. Höhö.





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Vodafone auf dem Weg zum Local Player (che2001)
@wo Vodafone einfach nicht das rrichtige Gespür für handygerechtes Hentai und Bukkake hatte - Die kennen ja nicht mal den Unterschied zwischen Hiragana und Katakana!
Re: (strappato)
Wenn die dort genauso viele sprudelnde Ideen für 3G-Dienste gehabt haben wie hier in Europa, dann ist es kein Wunder.
Re: (Communicator)
Jetzt hab ich seit einem Jahr so ein UMTS-Handy ... und was habe ich damit gemacht (nachdem der übliche Spieltrieb nach einer Woche Benutzung wieder nachgelassen hat):

Ich habe:

- keine Video-Telefonie benutzt
- keine Multimedia-Messages verschickt (nur doofe SMS)
- nicht im Vodafone Live Portal gesurft
- noch nicht einmal den mir zustehenden monatlichen kostenlosen Klingelton heruntergeladen
- keine Spielchen gespielt

Was habe ich damit gemacht:

- Einfach nur telefoniert!

Und das ging auch nicht schneller als sonst :-)

Es ist einfach fraglich ob diese UMTS-Strategie so schnell aufgeht wie sich die Anbieter (egal ob Vodafone oder T-Mobile) erhofft haben oder ob sie nicht völlig am Endkunden (und der entscheidet das letzten Endes immer noch - nicht irgendwelche Marketinghirne) vorbei geht ...
Re: (strappato)
Anscheinend sind da Japaner anders. Was ja zum Erfolg von Sachen wie i-mode und anderen Gimmicks beigetragen hat. Da zeigt sich auch die Schwäche der vodafone-Strategie ein "globales" Unternehmen aufzubauen. Wie würde da meine Frau sagen: "Jede Jeck es anders".
Re: (Communicator)
Ich denke schon, dass diese Gimmicks auch in Deutschland irgendwann ein Erfolg werden können. Aber nicht innerhalb von 2 Jahren und nicht wenn vieles technisch nicht einwandfrei läuft. Die UMTS-Karte für das Notebook zum Beispiel ist eine geniale Sache ... aber das Theater bei der Installation und auch im laufenden Betrieb (zum Beispiel beim Einbuchen im Ausland) lassen mich mittlerweile lieber 30x um den Block laufen um ein öffentliches W-Lan zu suchen - von den Kosten (für UMTS im Ausland) wollen wir ja mal gar nicht reden ...
Re: (strappato)
Für UMTS/GPRS im Ausland habe ich eine italienische WIND-Prepiad-Karte. Ist international einsetzbar, kann monatlich aktiviert werden und kostst 20 Euro für 200MB/Monat.

Nochmal zu Deutschland: Die Betreiber machen sich das Geschäft selber kaputt: Nun wird über HSDPA geredet. Es wird klar das selbst die Karten die jetzt HSDPA-ready verkauft werden, dann nicht zu gebrauchen sind, HSDPA-Handys gibt es auch keine, usw. Kein Wunder, dass die Kunden zurückhaltend sind. Obwohl die Netzabdeckeung - ausser bei vodafone - noch sehr lückenhaft ist und HSDPA wohl noch seltener anzutreffen sein wird. Und alles bei diesen überzogenen Preisen...

Für mich der Grund: Die Mobilfunkunternehmen wollen nicht zum reinen Zugangsprovider degradiert werden und die Dienste nicht aus der Hand geben. Preiswertes, schnelles UMTS würde nur yahoo, google & co helfen. Ist eine Sackgasse und vodafone steckt am tiefsten drin, da sie voll auf UMTS setzen.

Wird nicht der letzte vodafone-Boo gewesen sein.
Re: (che2001)
Ich wünschte mir, es gäbe Billig-Handys, mit denen man nur telefonieren kann und nichts Anderes (auch nicht smsen). Ich sehne mich nach dem technischen Standard von 1993. Den ganzen Techno-Schmock finde ich einfach nur nervig.
Re: (strappato)
Erinnerst du dich noch? 1994 hatte ich ein Siemens S3. Mal von den Kosten und dem Gewicht des Klotzes abgesehen: Das Handy hat max. 18 Stunden stand-by durchgehalten. Mit ein wenig telefonieren bekam man kaum einen Arbeitstag mit rum. Diesen technischen Stand will ich auf keinen Fall wieder haben.
Re: (Communicator)
@che: Diese Handys gibt es - werden sogar von Vodafone unter dem Namen "Simply" vermarktet.


Re: Auld Lang Syne (Tomahawk)
War'n äächt goy-iiil, die single-function cell phones! Ich wähne mich auf Deiner Seite. Handys sind sowieso eine Last, wenn auch eine von unseren Zeiten aufgezwungene. Aber mit'm Notebook -- hey! Auf oder im Bereich eines Hot Spots (ein Wort, das in den USA vor kurzem noch auf dem Index der political correctness stand) seine Spam-Mails nicht runterzuladen, g'rad z'fleiß, das ist doch was, alter Freund, oddäh?
Re: (che2001)
Sorry, Hot Spots sind für mich Vulkane in plattentektonischen Subduktionszonen :-)
Re: Hot Spots (yetused)
Hihi. Endlich mal jemand, der die gleiche Assozation hat wie ich :)

Und zu UMTS kann ich nur sagen: Ich boykottiere es mit strahlendem Gesicht. Wenn jemand meint meinen Geschmack zu kennen ("Ich zahl 50 Milliarden da ich weiß, dass jeder UMTS affengeil findet!") vergeht mir der Appetit.




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