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Bundesagentur für Arbeit Bundesagentur für Arbeit: Ein Drittel der offenen Stellen existieren gar nicht
BOO Bundesagentur für Arbeit von CIO-Blogger

17:31 Montag, 27. Februar 2006

Eine vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur in Auftrag gegebene Studie hat ergeben: Insgesamt rund ein Drittel der bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten Stellenangebote, auf denen unsere Politiker so gerne herumreiten, existiert in Wirklichkeit gar nicht.
BA-Sprecher John-Philip Hammersen räumte inzwischen ein, das durchschnittlich "nur 63 bis 73 Prozent der gemeldeten Stellenangebote" tatsächlich verfügbar gewesen seien. In einigen Gebieten hätten sogar fast 60 Prozent der gemeldeten Stellen in Wirklichkeit gar nicht existiert. Bei Angeboten, die bereits über zwölf Monate alt waren, waren durchschnittlich nur noch 20 Prozent der offiziell in der Statistik vorhandenen Jobs tatsächlich verfügbar.





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Bundesanstalt nicht nur ohne offene Stellen, sondern ... (zaphodb)
... auch weitgehend ohne passende Arbeitssuchende. Ein einziges Mal kriegte ich auf von mir annoncierte offene Stellen jemanden von der BA geschickt, der einigermaßen passte und den ich dann auch fast eingestellt habe. Alle anderen Bewerber kamen von selbst (und von denen waren durchaus einige arbeitssuchend und auch bei der BA gemeldet). Die wahrscheinlich schlechteste Behörde Deutschlands kann es einfach nicht.
Re: (martin h.)
Dazu passt dann auch die Nachfrage, wieviele Bewerber man denn gerne hätte.
Re: Re: (HansMeise)
kommt mir bekannt vor: Wir haben eine "erfahrene Sekretärin (mit Tendenz zu Assistentin der Geschäftsführung)" gesucht und kriegten Angebote von umschulen-wollenden Supermarktkassierinnen und Touristen-Animateusen.

Wobei die beste Bewerbung eine Japanerin war, die ne Mail schickte mit etwa diesem Text: "Interesse Stelle Sie haben. Du mich sage wie ich können bewerben. Stehen?" - oder sehr ähnlich.
Es ist nicht wahr... (goebelmasse)
...das die Bundesagentur für Armut und Elendsmaloche demächst in Bundesanstalt für Potemkinsche Dörfer unbenannt wird.
Re: (che2001)
Was beklagt Ihr Euch? Offene Stellen, d.h., die sollen immer offen bleiben, like the doors are always open. Das ist so wie mit den blühenden Landschaften im Osten: Auf Werksruinen blüht der Klatschmohn. Passt doch!
Re: Bundesagentur für Arbeit: Ein Drittel der offenen Stellen existieren gar nicht (auch-einer)
da wird noch mehr schindluder getrieben:

all die vollzeitstellen, die sich tatsächlich als teilzeitstellen herausstellen (merke: wenn ich es schaffe, meine teilzeitkräfte davon zu überzeugen, für vier bezahlte stunden sechs stunden arbeit zu bringen, schaffen zwei teilzeitkräfte soviel wie anderthalb vollzeitkräfte).

all die stellenangebote der privaten vermittler. das sind natürlich alles ehrenwerte menschen, und dann gibt es noch diejenigen, die vorderhand die vermittlungsgutscheine abzocken wollen.

all die stellenangebote, die was anderes besagen, als gemeint ist, wie zum beispiel die bürotätigkeit, die sich als aussendiensttätigkeit für strukturvertriebe oder für call-center, die auf raschen durchlauf setzen.

denkbar wäre auch die kombination von privatem vermittler und durchlaufender tätigkeit, wie z.b. ehemann macht arbeitsvermittlung, ehefrau macht call-center, beide als gbr noch eine ausbildungszentrum für arbeitslose. muss man natürlich ein paar leute bei der agentur oder der arge kennen.


Re: (che2001)
.....oder die Weiterbildung, die gar nicht stattfindet, aber bezahlt wird, weil man genug Teilnehmerunterschriften hat, als billiger Weg, Knete abzuzocken.
wir haben heute... (dodrag)
...einen netten brief in die firma bekommen, wie viele der netten jungen arbeitssuchenden, die man uns auf unsere anfrage empfohlen hat, wir denn nun tatsächlich eingestellt haben. wir haben niemals etwas angefragt, natürlich wurde uns nie jemand empfohlen noch hat man uns mal darauf angesprochen. der brief ging selbstredend an eine büroadresse, unter der man uns seit drei jahren nicht mehr findet.
dann denke ich an leute, die unglücklich ihren job verloren haben, topfit im beruf sind und nur leider etwas ungelenk beim bewerbungen schreiben oder "sich verkaufen können". wenn die dort hilfe erwarten..., naja.


Mir nach!



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