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hewlett packard HP: Betriebsrat hat Mitarbeiter verkauft
INSIDER hewlett packard von HansMeise

13:26 Mittwoch, 22. Februar 2006

Schlecht, wenn ein ohnehin profitabler Konzern massiv Personal abbaut. Noch schlechter, wenn dabei nicht einmal Leistungsträger verschont bleiben. Ganz übel aber, wenn sich die Mitarbeiter vom Betriebsrat verkauft fühlen.
So erzählt von einem Freund, der zu den Betroffenen gehört - was er relaxt sehen kann, da es ihm gerade recht kommt (seltener Glücksfall). Ein paar tausend andere sehen es weniger positiv.

Wer bis vor kurzem dachte, er sei ein guter und produktiver Mitarbeiter, sieht sich zum reinen Kostenfaktor degradiert. Denn HP hat nach dem Motto "wessen Entlassung kommt am billigsten" radikal aussortiert, um die ohnehin schon gute Profitablität zu steigern.

Wer leichtsinnigerweise weder Frau noch Kinder hatte, wusste schon im voraus, dass er so gut wie sicher auf der Abschussliste stand. Und wer erst vor relativ kurzer Zeit dort anfing sowieso. Jung und dynamisch raus, alt und lahm bleibt drin - gut für die Kosten, aber gibt's da nicht ein KLEINES Problem....?

Richtig: "Da waren jede Menge echte Leistungsträger dabei", heißt es von Insidern. Das Problem: schon vorher war beispielsweise der Außendienst an der Grenze zur Überlastung - wenn jetzt noch 15% und dabei mit die besten Mitarbeiter wegfallen, wird's interessant. Und ob ein Vater mit drei Kindern so gerne und einsatzbereit wie ein kinderloser Single ist, wenn's um Bereitschaftsdienst am Wochenende geht, sei mal dahingestellt.

Besonders stark aber: Dank Betriebsrat als Mittäter riskiert kaum ein Mitarbeiter den Gang zum Arbeitsgericht. Denn nur wer unterschreibt, kriegt 3 Monate Abfindung und ein halbes Jahr mit 80% Gehalt in einer Übergangsgesellschaft. Wer klagt, hat ein doppeltes Risiko - zu verlieren oder weniger zu kriegen als sonst.

HP sagt danke - mit seiner Unterschrift unter den Sozialplan hat der Betriebsrat den von ihm angeblich vertretenen Arbeitsamt-Anwärtern de facto diesen Weg verbaut.

Ich sage BOO - denn nur zur Renditesteigerung Mitarbeiter entlassen ist zum einen unethisch, zum anderen könnte es sich schnell als "Boomerang" (der musste sein) erweisen.





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
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Irgendwer... (HansMeise)
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Re: (Meisenkaiser)
Re: (HansMeise)
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Re: HP: Betriebsrat hat Mitarbeiter verkauft (Meisenkaiser)
Re: HP: Betriebsrat hat Mitarbeiter verkauft (reinerwein)
Re: (HansMeise)
Re: Re: (widerstand)
Re: (reinerwein)
Du alte BooNutte, Du:-)) (porschekiller)
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