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15:36 Montag, 20. Februar 2006
Überraschend für alle Beteiligten wurde am 13. Februar 2006 nach fast 4-jährigen Ermittlungen und 3 Prozesstagen das Strafverfahren gegen Johannes Hercher gegen die Zahlung einer Geldauflage vorläufig eingestellt. Die Staatsanwaltschaft kreidete ihm besonders an, dass er damals bereits parallel eine Münchner Firma übernommen hatte, um mit dieser späteren Rogator Software AG die Wirtschaftsgüter der insolventen Firma billig aufzukaufen.
Enthalten im Kaufpreis von ca. 130.000,-- Euro war auch die Software, die laut Gutachten allein einen Wert von 1,4Mio Euro darstellte, die Namensrechte, der Kunden- und Mitarbeiterstamm.
Für den 14. Februar 2006 um 13.00 Uhr war eigentlich noch ein weiterer Termin angesetzt, in dem neben dem ermittelnden Kriminalkommissar auch Guido Polko, Mitbegründer, Aktionär, Ex-Vorstand der Rogator AG sowie Mitbegründer, Aktionär und Aufsichtsrat der Rogator Software AG, als wichtige Zeugen gehört werden sollte. Nachermittlungen der Staatsanwaltschaft hatten jedoch ergeben, dass 2002 offenbar doch eine Zahlungsunfähigkeit drohte. Die Geschädigten der Insolvenz der Rogator AG im Jahr 2002 zeigten sich besonders betroffen über die Höhe der Geldauflage, die mit 1.000,-- Euro im Vergleich zu dem angerichteten Schaden in Höhe von 1,3Mio Euro doch ziemlich gering ausfiel. Erfreut zeigten sie sich darüber, dass die Schuld festgestellt und mit Zahlung der Geldauflage auch vom Angeklagten anerkannt wurde, was ihre Aussichten im Zivilverfahren deutlich verbessert. Sie kündigten ausserdem an, weitere Ermittlungen anstellen zu wollen. Insbesondere soll die Tatsache näher beleuchtet werden, dass 2002 von der Gläubigerversammlung das Kaufangebot der Nachfolgefirma wegen der geringen Höhe zuerst abgelehnt worden war, nach Eintreffen von Johannes Hercher, der verspätet erschien, die Abstimmung jedoch wiederholt wurde und das Angebot aufgrund der neuen Mehrheitsverhältnisse dann doch angenommen wurde. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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