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12:08 Mittwoch, 15. Februar 2006
China baut in Schanghai den Transrapid nach.
Nach langem Hickhack um die Verlängerung der Trasse, bauen die jetzt eben selber. Wie gehabt in China! Und das Transrapid Konsortium behauptet noch, dass ein Nachbau technisch nicht möglich sei. Das ist eine echt herbe Niederlage für Siemens und Thyssen.
Ha, die unterschätzen die Chinesen gewaltig! Ich war vor ca. 2,5 Jahren 3 Wochen in Schanghai, das ist mit Abstand die dynamischte Stadt die ich kenne. Ja, ich kenne auch N.Y. Und die Chinesen lügen ohne rot zu werden, dass das eine ganz eigene Lösung sei. Bald werden die den Transrapid auch exportieren, vielleicht können wir uns dann in Deutschland auch einen leisten. ;-) Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Transrapid: Das Ende einer deutschen Hochtechnologie (nickpol)
Da habe ich drauf gewartet, dass die Chinesen das Ding einfach nochmal entwickeln und in die Landschaft stellen. Die wollen ihr Kapital im Land behalten und nicht irgendwelchen Firmen aus dem Ausland in den Rachen schmeissen. Finde ich gut, zumal die Entwickler des Zuges ja in der Projektentwicklung mehr als zögerlich sind.
In drei Jahren ist dann der Airbus an der Reihe (NatureTom)
In drei Jahren ist dann der Airbus an der Reihe! Airbus prüft Fabrik-Standorte in China Die Vorbereitungen des Flugzeugherstellers Airbus für eine eigene Montagefabrik in China kommen voran. Im Moment wird geprüft, welche Städte sich als Standort eignen. Zu den Favoriten soll Shanghai gehören. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,400777,00.html
gut geplant (lanu)
bevor die einen eigenen basteln ;-)
Re: (stieglitz)
was man da Recourcen einspart ;-)
Re: Zwinkerauge (Tomahawk)
resources (englisch), Ressourcen (deutsch).
zusatz (lanu)
ich nehm das mit dem bildungsauftrag in den businessplan für boocompany mit auf, versprochen
Re: Bildungsplan (Tomahawk)
Knuuutsch, umschwärm, scherwenzel, autogramm-heisch!
That's the spirit, Lady Boss.
Re: (DonAlphonso)
Und da wir sowieso Vietnamesen sind und noch billiger als die Chinesen booen, kann uns sowas nicht passieren.
Re: Re: die autogrammkarten (lanu)
sind noch im druck. die leg ich dann gleich neben die nicht bezahlte firmenhochglanzbroschüre.
Re: Re: Bildungsplan (stieglitz)
Hast was gegen Bonsaisch?
ein verschenkter tag (lanu)
ist der, an dem man auf boocompany nichts fürs leben gelernt hat.
Re: (stieglitz)
Ich versprechs, in Zukunft lese ich mir den Text nochmals durch, bevor ich ihn abschicke.
Will ja nicht mit M.D. verwechselt werden.
und wieder (lanu)
was gelernt :-)
boah, sind wir wieder gut heute. mich nervt die fehlende editierfunktion in den kommentaren auch etwas. hat sowas endgültiges. und fehler machen alle. selbst der don.
Re: Gut geplant (Tomahawk)
Sooo technisch innovativ sind die EADS-Produkte nicht, wie unablässig auf Kosten des Steuerzahlers hinausposaunt wird.
Dennoch gibt's einiges an Knowhow abzugreifen: besonders die Methode, Defizite dank verschwenderisch gewährter Subventionen zu Umsatzerfolgen umzupfriemeln. (Unvergeßlich in diesem Zusammenhang F.-J. Strauß, desillusionierte Hebamme des Europa-Überfliegers: "Ich freu' mich über jeden Airbus, der nicht verkauft wird; was glauben S', was für ein Geld uns das erspart." Aber Boeing wird sich hüten, eine Klitsche in den Ländern des Lächelns aufzustellen. Die Jungs wissen, warum.
Wenn schon Flugzeugteile fliegen dürfen........ (NatureTom)
Alleine der Verzicht jedes Flügzeugteil in einer anderen Ecke des Landes zusammen zu schrauben wäre für den chinesischen Mitbewerber ein uneinholbarer Wettbewerbsvorteil. .... Die EADS, eine Gesellschaft niederländischen Rechts (N.V.), beschäftigt rund 110.000 Mitarbeiter in mehr als 70 Produktionsstätten, vor allem in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien .....
Sowas aber auch (waldgeist)
Irgendwie habe ich auf so eine Meldung schon lange gewartet. Ok, der Transrapid war eine Wette auf die Zukunft mit vielen Fragezeichen -- aber dass man so eine interessante und viel versprechende Technologie in D lieber zerredet statt ernsthaft auszuprobieren, ist symptomatisch für unser Land. Da braucht sich keiner wirklich zu wundern, wenn die Chinesen die Gelegenheit beim Schopf ergreifen. Hoffe nur, dass die Transrapidentwickler wenigstens ein bisschen Trost darin finden, dass ihre Ideen woanders zum Erfolg gebracht werden.
Nu bleibt ma aufm Teppich... (porschekiller)
Mitnichten können die Chinesen nun das, was TRI kann. Japan, Korea und China basteln schon länger mit Magnetschwebe-Technologien, aber die dortigen Entwicklungen befassen sich hauptsächlich mit Antrieb-im-Fahrzeug-Systemen statt mit dem Antrieb-im-Fahrweg (Langstator) wie beim Transrapid.
Der Zug, der jetzt vorgestellt wurde, ist eben ein Prototyp, der nur 150 km/h schnell sein wird und nur auf gut 400m ala Modelleisenbahn fährt, also quasi eine abgespeckte Emsland-Versuchsstreckenkopie in Version von 1990. Keine der "eigenentwickelten" Technologien in China befasst sich mit Langstrecken-Systemen, da dort wesentlich mehr KnowHow in Antriebstechnik und - noch wichtiger - Betriebsleittechnik gefordert ist. Die Chinesen haben eindeutig prima aus dem Debakel des TR hierzulande gelernt und machen nicht den Fehler, Langstrecken-Systeme zu entwickeln, die dann wie beim Metrorapid in NRW oder in München auf zu kurze, unwirtschaftliche Strecken gepresst werden sollten. Aber die TR-Technik wird weder kopiert noch nachgebaut.
Re: (stieglitz)
Porschekiller hat ja recht. Nichts wird so heiss gegessen, wie gekocht.
Hier eine neue Spiegel Meldung, die das ganze relativiert: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,401190,00.html
"Ede" Stoiber unser aller Transrapid-Retter... (underdog)
...am 17.2.06 in BILD-online:
"Was da in China läuft, riecht schon nach Technologie-Klau". Stoiber: Nach der Bekanntgabe des Nachbaus des deutschen Transrapid durch China kann es für Deutschland nur eine richtige Antwort geben: Der Transrapid muß in Deutschland jetzt gebaut werden ? und nicht erst im Jahr 2010 oder 2012. Unser technologischer Vorsprung beim Transrapid beträgt gegenüber den Chinesen nur noch wenige Jahre. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird diese Zukunftstechnologie nicht mehr von Deutschland, sondern von den Chinesen exportiert. Es wäre geradezu ein Witz, wenn im High-Tech-Land Deutschland die Erfindungen gemacht werden und in Fernost die Kohle. Stoiber: Nach Lage der Dinge kann die erste Transrapid-Strecke in Deutschland über eine Länge von rund 32 km vom Flughafen Franz-Josef-Strauß zum Hauptbahnhof München realisiert werden. Wenn alles glatt geht, liegt bis Ende dieses Jahres das Baurecht für die Strecke vor. Ich schlage deshalb ein Spitzengespräch zwischen Bundesregierung, Deutscher Bahn, Transrapid-Konsortium und dem Freistaat Bayern vor, damit wir die richtige Antwort aus Deutschland auf die chinesische Herausforderung geben: Bau der ersten deutschen Transrapid-Strecke bereits 2007. Die Finanzierung kann in einer gemeinsamen Kraftanstrengung aus dem 25-Milliarden-Euro-Innovations-Topf der Bundesregierung gemeinsam mit der Deutschen Bahn gelingen. Für den Freistaat Bayern sage ich ebenfalls eine Mitfinanzierung zu. Jetzt muss der Ede nur noch lernen, wie er das vor dem Mikro "verkauft". Wie wir alle wissen, hat er da die massive Aussetzer-Probleme. |
Mir nach!
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