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salesforce.com Salesforce.com verliert ordentlich an Verkaufskraft
BOO salesforce.com von sethos

11:04 Donnerstag, 02. Februar 2006

Daß ein Online-Dienst mal für eine Weile komplett offline ist, das kann ja vorkommen. Da gab es zum Beispiel letztes Jahr den großen LiveJournal-Ausfall, als einer der größten Dienste der englischsprachigen Blogosphäre drei Tage lang völlig ausfiel und jede Menge Blogger zum Zwangsschweigen verurteilt waren. Ich bin ja immer noch heimlich der Meinung, das lag am Lovecraft-Alptraum-Dämon Nyarlathotep, aber das ist eine andere und sehr komplizierte Geschichte... Jetzt hat Nyarla aber salesforce.com am Wickel, einen großen kommerziellen Anbieter für CRM per ASP
Zu Deutsch heißt das: alle deine Kundendaten werden beim Dienstleister vorgehalten, du brauchst für deinen Verkauf keine eigene Anwendung mehr, keinen Datenbankserver, keine kostspielige und empfindliche eigene Infrastruktur, kein komplizierter Rollout von Updates, alles easy-peasy und total Web 2.0 für dein B2B, okaaay? Nur, wenn so ein Anbieter Nyarlathotep in die Krallen gerät, dann steht mangels salesforce.com die Sales Force im Hause still, dreht däumlich, macht Papier-Ablage, oder ratscht. Und wenn das länger dauert oder öfter passiert, dann verfällt der Sales Manager in Panik wie dermaleinst die Emo-Kiddies beim LJ-Ausfall.

Es gibt sogar einen eigenen Blog für Leute, die über salesforce.com jammern oder anderweitig Dampf ablassen wollen. Man stelle sich das mal vor: eine komplette Webseite wie Boocompany, nur um eine einzige Company zu boo-en. Auch das ist noch normal. Nur die Reaktion von Salesforce-CEO Marc Benioff ist schon wieder richtige alte NE-Hybris: ach, das seien doch alles kleinere Vorfälle gewesen. Entschuldigung ist völlige Fehlanzeige.

Nach dem großen LiveJournal-Ausfall bekamen alle bezahlten Accounts zwei Wochen Gratis-Verlängerung. Wie wär's, Mr. Benioff?





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