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08:13 Dienstag, 24. Januar 2006
Im März 2002 meldete der alleinvertretungsberechtigte Vorstand Johannes Hercher die Insolvenz der Rogator AG an, da die Hausbank Schmidtbank die Kreditlinie gekündigt habe. Bereits im April 2002 übernahm den Geschäftsbetrieb die neu gegründete Rogator Software AG, deren Vorstand wiederum Johannes Hercher ist.
In der Gerichtsverhandlung vor dem Landgericht Nürnberg am 23. Januar 2006 wurde deutlich, dass die Insolvenz im Jahr 2002 offenbar mit falschen Angaben angemeldet wurde:
Laut Zeugenaussagen wurde von der Schmidtbank nicht die Kreditlinie gekündigt, es wurde nur die Überziehungsgrenze des Kontokorrentkredits beschränkt. Desweiteren existierte noch ein weiteres Konto der AG bei einer anderen Bank, das sich im Plus befand. Ein Gutachter sagte aus, dass noch im Januar 2002 die eingesetzte Software durch einen Sachverständigen mit 2,8Mio DM (EUR 1,4Mio) bewertet worden sei. Somit habe weder eine Überschuldung noch Zahlungsunfähigkeit bestanden. Warum all diese Umstände vom Insolvenzverwalter, einem Mitglied des Nürnberger Stadtrates, nicht bemerkt wurden, konnte nicht geklärt werden. Der Prozess wird am 25. Januar 2006 um 9.00 Uhr fortgesetzt. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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