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08:10 Dienstag, 24. Januar 2006
Im Februar wird wieder ein grosses Gejaule durch die Ebay-Händlerschar gehen. Der de-facto-Monopolist und angebliche Vorzeigebetrieb der neuen web2.0-Wirtschaft erfreut schon jetzt mit dem Hinweis auf eine neue Gebührenstruktur. Und wozu braucht Ebay all das schöne Geld?
Die Antwort liegt in der Globalisierung und ihren Tücken. Denn in der kommunistischen, turbokapitalistischen Diktatur China, wo sich für alle dummen Langnasen der grösste Markt der Welt auftut, hat Ebay ein Problem. Einen kostenlosen Konkurrenten namens Alibaba und viele andere Dienste, die Ideen schneller übernehmen, als die Samwerbubis das Wort "Abzocke" aussprechen können. Oder Joman das Wort "Heiligenschein". Sie alle sind erst mal klug genug, kein Geld von ihren Kunden zu verlangen, schliesslich ist man da zu Hause und weiss um die Preissensibilität, die aus China den grössten Markt für Raubkopien macht.
Und was macht Ebay in dieser Situation? Genau das Gegenteil dessen, was sie in Europa tun: Sie stellen die Gebühren für Verkäufer ab sofort ein. Herrliche Umstände in China. Aber so ist das nun mal in einer wirklich freien Marktwirtschaft, Angebot (viele kostenlos) und Nachfrage (nach kostenlos) bestimmen den Preis (kostenlos). Dass Ebay wie früher die Konkurrenz schluckt, ist eher unwahrscheinlich - Alibaba.com gehört bereits zum Maximalanteil von 40% dem Konkurrenten Yahoo. Und wenn sich bald mal wieder ein deutscher Politiker wundert, wenn all die zehntausenden Ebayhändler plötzlich hierzulande kaum mehr was verdienen - dann weiss er, dass es zum Besten des cinesischen Marktes ist. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Ebay: Der milliardenschwere Sack Reis, der in China umfällt (che2001)
Zu Ebay: Hunde, wollt ihl ewig leben? Ihl seid leckeles Goleng!
Re: (DonAlphonso)
"Kung Hei Fat Choi" sagt man jetzt zum chinesischen Neujahr - aber vermutlich nicht zu ebay, denn es heisst in etwa: "lass es Dir gut gehen und mache gute Geschäfte".
Re: Re: Yahoo Goleng? (Dr. Dean)
eBay Eachnet nennt sich das wohl.
Höhö: Kurz vorher tönte man noch "Free is not a business model" Ja, ist das nicht die Stimme von ebay, dem fetten Monopolisten, der sich seine Position über anfängliches Gebührendumping verchafft hat? Und nun sagt das von Konkurrenz geplagte ebay China den lieben chinesischen Anbietern: "Chinese people are very price-sensitive (...) It is very important for us to lower the cost for sellers and to encourage them to offer safe payment" Klasse: Bis zu 12 Prozent Gebühren hier und 0 Prozent (!!) hüben. P.S. Plant yahoo denn bereits ein europäisches aba kadabra alibaba? Nebenbei und überhaupt, immer schön sind: Ein paar Alibaba leads für ebay Powerseller. Pssst!
Re: (DonAlphonso)
Das liegt unter anderem daran, dass Ebay dort im letzten jahr um 19% gewachsen ist - die Konkurrenz aber um knapp 40%. Das ist kein Spass, wenn man sowieso nur halb so gross ist wie die anderen.
Re: Ebay: Der milliardenschwere Sack Reis, der in China umfällt (nickpol)
jetzt macht man das Gebührendumping in China mit und dann holt man zum grossen Schlag aus und kauft ----Yahoo!
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