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10:06 Freitag, 17. September 2004
Man könnte mit schöner Regelmäßigkeit vermelden, daß Dr. Dieter Finke Lambdanet verläßt. Schon nach der Firstmark-Pleite tauchte er unter, um später als Stehaufmännchen wieder auf der Matte zu stehen. Mit dem Einstieg von Cogent verließ er abermals Lambdanet um nach der Übernahme von 3U wiederrum den Vorstandposten zu bekleiden.
Damit ist es nun vorbei, wobei er natürlich dem Unternehmen als Berater weiterhin zur Verfügung stehen wird.
Dabei ist es doch erstaunlich, daß er es immer wieder geschafft hat, Investoren für Lambdanet zu finden. Nun kann er in Ruhe abwarten, was passiert. In der Zwischenzeit wird sich Finke sicher auch mal zu Dr. Wolf von der Gasline bequemen - Zeit hat er ja genug, und die Gasline wäre sicher parat, um Lambdanet zu übernehmen. In Zeiten sinkenden Umsatzes mit LWL-Netzen möchte man in der Wertschöpfungskette doch etwas nach oben steigen. Aber wer kauft schon eine Firma, die 3,65 Mio Miese bei 9,58 Mio Umsatz macht ( Quelle) Immerhin arbeiten in Hannover immer noch knapp 100 Leute, die bezahlt werden wollen. Bei anhaltend hohen Lohnkosten und dramatisch sinkenden Margen ist dies dauerhaft kaum durchzuhalten. Finke hat es meisterlich verstanden, jeden Optimierungsversuch in diesem Bereich abzuwehren. Von Kündigungen hat man nichts gehört - im Gegenteil, es wurde nach der Übernahme bereits gekündigtes Personal wieder eingestellt. Die schlechten Zahlen waren für die Mutter 3U Telecom nicht dienlich. So mancher Hai hat sich schon an der Gräte eines Herings verschluckt. Heute dürfen wir lesen, daß Cogent den Mitbewerber Global Access gekauft hat ( Quelle ). Mit dem Netz von Carrier1 und der Personaldecke von rund 19 Mitarbeiten der Global Access und ca 4 bei Cogent Deutschland selber ist man sicher gut auf den Wettbewerb vorbereitet, zumal man Preise anbietet, die deutlich unter denen von Lambdanet liegen. Bleibt noch anzumerken, daß Stefan Krüger nun der neue starke Mann bei Lambdanet ist und Dr. Michael Späth (Generalbevollmächtigter von 3U) ihm auf die Finger schaut. Na, wenn dieser Schritt nicht zu spät(h) kommt. Quelle: insider
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