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21:16 Montag, 16. August 2004
Und wieder ein Traum von der Weltherrschaft vorbei - diesmal ist es aber kein Österreicher in Berlin, sondern ein Sarde, der in Wien aufgibt. Die Österreichtochter von Tiscali wurde an einen Investor verscherbelt, der die Marke platt wie eine sardische Flunder machen wird.
Für Tiscali bedeutet das 12 Millionen Euro Einnahmen, die gleich wieder verschwunden sein dürften - schliesslich hat man eine bösartige Anleihe in der finanziellen Magengegend, die dringend bedient werden will. Und für diese Anleihe sind die paar AustroEuronen nicht mehr als ein Viertel auf einer längeren Multimillionen-Heurigen-Tour.
Für die Leute von Tiscali Österreich bedeutet das: Neues Briefpapier, neues Logo und neue Chefs, für den Fall, dass sie übernommen werden. Dass das nicht allzu viele sein werden, dafür sorgt schon das Wesen des Käufers: Jordan Industries will Tiscali zum schon vorhandenen Provider Nextra dazuschlagen. Manche nennen es Synergien, ich nenne es den Highway to Hell für die Leute, die sich mit den Sarden eingelassen haben. Mit Sarden, alte Sizilianerregel, macht man keine Geschäfte. Finito, e vero, sagt der Don. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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