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Google Verwässerte Aktien: Yahoo pinkelt Google den Börsengang
BOO Google von DonAlphonso

03:01 Dienstag, 10. August 2004

Schön langsam wächst sich der IPO von Google zu einer Abfolge von Katastrophen aus. Ausgerechnet mit dem Hauptkonkurrenten Yahoo hatte man einen Patentrechtstreit - und den hat man jetzt "beigelegt". Für 2,7 Millionen Aktien, die Google an Yahoo gibt.
Ob die tatsächlich mal die 328 Millionen Dollar wert sind, die durch den Ausgabepreis möglich scheinen, darf langsam bezweifelt werden. Google hat den Schwanz auf eine Weise eingezogen, die zeigt, dass da was faul ist. Yahoo sitzt dadurch bei Google noch tiefer drin, als es bisher schon der Fall war. Keine gute Entwicklung für den grossen Kampf, den Google und Yahoo bald werden ausfechten müssen. Und durch den Deal entsteht erst mal ein Verlust von rund 290 Millionen in den Bilanzen, womit erst mal Schluss seuin dürfte mit den schwarzen Zahlen. Aber Google wollte eh keine Dividende auszahlen...

Damit stellt sich auch die Frage, ob Yahoo das Geld wirklich wert ist. Die Suchmaschine ist eine gute Story, aber das Management dahinter macht eine ganze Reihe von typischen New Economy Fehlern. Vielleicht sind sie nur etwas zu zuversichtlich an die Sache rangegangen.

Vielleicht kostet sie sowas später mal schnell die eine oder andere Milliarde. Aber mal ehrlich, uns kann das doch egal sein - oder gibt es Leute, die DCT lesen und trotzdem Internetaktien haben?





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Verwässerte Aktien: Yahoo pinkelt Google den Börsengang (belalugosi)
Es ist ja eh immer etwas fragwürdig mit Aktien etwas anderes zu verbinden als das alte Hütchenspiel. Firmen verlieren mit dem IPO Ihre Gestaltungsmöglichkeiten, die Anleger haben zu keiner Zeit Informationen mit ausreichender Indexikalität (deutungsbildende Gesamtzusammenhänge). Die Analystenkonferenzen und vor allem die vortragenden 'Experten' sind oft nur in der Lage, wirklich gering Belichtete zu blenden. Und wenn man dann die hoch spekulativen Aktionen der hoch bezahlten und lebensunerfahrenen Fondsmanager der letzten Jahre betrachtet, dann läßt sich sagen, dass es - aus alter Robin Hood Sympathie - schöner ist, wenn die VCs dieser Welt für jede verdiente Mark fünf in den Rachen von (Bio)Techie-Blendern mit fragwürdigsten GEschäftsmodellen stecken...



Ich denke, dass es zwar sehr nett zu beobachten ist, dass aber letztlich nur die Desinformationsabteilungen um Kirchoff und Consorten Werte schaffen, die jedoch - wie immer im Finanzwesen - nur Schweinwerte sind, die bei jedem weltwirtschaftlichen Furz in sich zusammen sinken. Dass Menschen noch immer Ihr Geld dort postieren, wo die Wirklichkeitsschaffenden ihr taubengraues Geschäft betreiben, halte ich für eine Bestätigung der Blender. Wie hatte Lyotard noch so schön über Geschichten und Metageschichten lamentiert? Nachdem die Physiker als postmoderne Schöpfungsgeschichte abdanken mussten sind wir also nun wieder beim Ablasshandel. Eigentlich wäre eine Spirale tröstender als ein circulus vitiosus, um die gesellschaftliche Entwicklung der Zivilisation zu metaphorisieren. Sei's drum. Tragt alle Eure Gelder in die Entwertunsgmaschine Börse. Bataille wird sich freuen. Nur befürchte ich, dass die meisten Anleger nicht wissen, was 'Potlatsch' ist. Warum auch, wenn man sich mit Bosonen und Quanten den Brägen zudröhnen kann wie einst die Kirchenväter mit ihren geheimen Schriften...



Ahoi



Bela Lugosi

undead... undead...undead




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