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20:12 Dienstag, 03. August 2004
So ist das in Zeiten von Hartz IV: Auch Beschäftigte linker Blätter sind vorm Zugriff der Sozen nicht mehr sicher - schon gar nicht, wenn sie der Partei gehören. Die SPD-Schatzmeisterin hat jetzt in der "Berliner" die nebulöse, vom damaligen Geschäftsführer in die Runde geworfene "Zahl unter 1000" präzisiert: 750.
Damit sind die Mitarbeiter gemeint, die bleiben dürfen. Also nicht die armen Säue, die demnächst nach nur einem Jahr ohne Medienjob beim Sozialamt vorsprechen müssen. Das dürften dann die etwa 350 Rundschauler sein, die momentan über sind. Für schwarze Zahlen, die nächstes Jahr unbedingt geschrieben werden sollen. Also müssen die weg, noch in diesem Jahr.
Aber halt, sagt die Schatzmeisterin, wir sind doch die Sozen. Das verpflichtet. Wir sprechen mit dem Betriebsrat. Das soll möglichst verträglich ablaufen, für alle. Also Abfindungen könnten wir zahlen zum Beispiel. Auch eine Teilzeitlösung für ein paar und Beschäftigungsgesellschaft für alle anderen ist denkbar. Beschäftigungsgesellschaft ist super, die qualifiziert und "unterstützt die ausgeschiedenen Mitarbeiter bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt." Klar, Frau Wettig-Danielmeier. Sie glauben das bestimmt auch selbst, bei so einem schön sozialdemokratischen Doppelnamen. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Frankfurt: Rote Rundschau druckt weiter rosa Papierchen (noergler)
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