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17:08 Donnerstag, 22. Juli 2004
Gerade ist die Fernsehunterhaltung auf der Alm und damit an einem neuen Tiefpunkt angekommen, da biegt John de Mol lüstern grinsend um die Ecke. Im Konzeptheftchen hat er eine Mörder-Idee und beweist, dass er immer noch länger, äh, tiefer kann. Er will sich den wahren Leidenschaften seiner Geschlechtsgenossen widmen: Sportwagen und Selbstbefriedigung. Und F***en.
Zwei neue "kontroverse" Formate droht Endemol dem deutschen Zuschauer an. Ziel der niedlich betitelten "Sperm Race" ist ein Sportwagen. Bukakke auf einen Porsche oder wie? Nein, das Auto ist nur der lockende Gewinn. In der Live-Show sollen Männer darum konkurrieren, wer von ihnen der geilste Bock ist. In der Endemol-Prosa liest sich das dann so: "Der Gewinner wird zum zeugungskräftigsten Mann Deutschlands gekürt und einen Sportwagen gewinnen.
Der selbst ernannte "Format-Gigant" ist angeblich gerade dabei, sie Samen-Rallye bei einem "großen Sender" unterzubringen. RTL2 böte sich da an, allerdings ist das vielleicht selbst denen zu - im Wortsinne - schmierig. Derweil können wir nur vermuten, wie das Wettwichsen vor laufender Kamera stattfinden wird. Hat sich Endemol Climax-geschulte Kameramänner bei Private Media ausgeliehen? Gibt es jetzt den ersten Come Shot im deutschen Vorabendprogramm? Noch toller - und dies ist wörtlich zu nehmen - treiben es die Kandidaten bei "Make a Mum". Bei dem endgeilen Format geht es nämlich richtig zur Sache: Babys machen. Die Endemol-PR sabbert lüstern von Männern, die "gegeneinander antreten und eine Anzahl von kinderlosen Frauen schwängern." Eine Anzahl? Abgesehen von der offenen Unterhaltsfrage wundert man sich, ob mit dem Honorar der Muttis auch die künftig bitter nötigen Therapiesitzungen der armen Blagen abgegolten werden. Das interessiert bei Endemol offenbar keinen - zumindest hält man sich mit Details bedeckt. Mike Morley, Kopf des Global Creative Teams und damit Chef-Befruchter der Kreativnutten von Endemol, ist schon ganz fickerig. Er stellt die soziale Komponente in den Vordergrund: "Beide Shows sind Social Entertainment, sie geben einen wissenschaftlichen und emotionalen Einblick in das zunehmende Problem der Unfruchtbarkeit." Mmmhh, klar, Wissenschaft. Dann kommt Morley zum, äh, Höhepunkt. Er hofft, dass "bei 'Make Me a Mum' der Gewinner den größten Preis, den es jemals bei einer Realtiy-Show gab, erhält: das Geschenk der Elternschaft." Während sich die Anzugträger aus dem Marketing nervös am Dingelchen spielen und heimlich über eine Kandidatur nachdenken (natürlich würden sie gewinnen), bleibt uns nur, dem Format Erfolg zu wünschen. Und unser Mitleid für das Baby. Happy Jacking Off, Guys. Das könnt ihr echt am besten. ******************************** Anm. d. Red.: Nicht ohne Nachdenken und gedankenrumschieben, aber doch, ich denke, das ist ein Boo. Blame it on me. Don Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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