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13:47 Mittwoch, 30. Juni 2004
Zweimal Ballermann für 99 Euro bitte. Deutschlands Spaßurlauber sind auch zu Ferienzeiten geizgeil und lieben das Schnäppchen. Davon hat selbst 2003 der Reiseramscher lastminute.de profitiert - und wird nun selbst zum Pauschalangebot. Der Namensvetter von der Insel legt knapp 47 Millionen auf den Tisch.
Der lastminute.com plc kauft den deutschen Konkurrenten und die dazu gehörenden Firmen Anixe Systems GmbH, Avinex AG und Cinetic Internet Touristik GmbH. Die 1994 gegründete Touristik-Plattform der Anixe Gruppe hatte nach eigenen Angaben im letzten Jahr den Umsatz auf 50 Millionen Euro steigern können und trotz Gründung des Fernsehkanals "lastminute TV" schwarze Zahlen geschrieben.
Den Engländern waren die Deutschen schon immer ein Dorn im Auge. Ok, sie kommen mit Airbus statt Messerschmidt, und es geht nicht an die Front, sondern an die vordersten Liegen am Pool. Da liegen jetzt überall Union Jacks drauf. Lastminute.com sind jetzt die Größten, sagen sie. 50 Millionen Umsatz für 47 kaufen, smart move. CEO Brent Hoberman freut sich über die side effects. Die "Transaktion" beseitige die Verwechslung der Marken, und "stellt sicher, dass alle unsere Marketingaufwendungen den Lastminute.com-Geschäften in Deutschland zu Gute kommen." Vulgo: Dass die Krauts nun endlich nicht mehr von unserer schönen Marketingkohle schmarotzen. Experten (wer auch immer das sein mag) hatten den Berichten zufolge spekuliert, dass lastminute.de den Engländern auf dem deutschen Markt ganz schön im Weg steht. Immerhin sind die in Frankreich und Großbritannien schon die Größten, wie sie sagen. 50 Millionen Euro für eine Domain. Chapeau. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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