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CardTec GmbH CardTec zieht die Arschkarte
FINAL CardTec GmbH von Lebemann

18:08 Freitag, 04. Juni 2004

Rosenmorgenträume in der Provinz. Dort, wo sich Wasserstraßen kreuzen, wo dumpfe Bauernlümmel halb vertiert ihr Pils nuckeln, dort kroch etwas aus dem fetten Boden der Provinz um auf dem Trend nach Convenience und Sicherheit zu Ruhm und vor allem Reichtum zu reiten. Und der Schöpfer, dem man einen Sinn für schrägen Humor nicht abstreiten kann, sah das es lustig war.
Und er ließ die CardTec Chipkartensysteme vorerst in ihrem irdischen Schaffen am finsteren Provinznest Minden, das sich noch bis 1873 mit einem massiven Festungsgürtel vom Rest der Welt und der bösen Realität da draussen ausgeschlossen hat, gewähren.

Was hat man da nicht alles erfrickelt, da draussen in der Provinz. Chipkartenleser, Datenspeicher gleich mit in den kleinen bunten Platikkarten, mikroelektronische Peitschen für die Erfassung der Froneinheiten der Sklaven, äh Pardon, zur Erfassung der Arbeitszeit der Resources, mit Transopnder oder ohne.

Es gab ja viele die wollten solche schicken nice-to-haves, mit denen man gleich am Eingang dem Besucher (ebenfals meist aus der Provinz, zum ersten Mal in der großen Stadt) Staunen abnötigen konnte.

Nur dann kam der Downturn. Zeiterfassung braucht man nicht. Es sind eh alles Praktikanten, unbezahlt wo nur möglich, und da rechnet man keine Stunden ab, erst recht keine Überstunden. Und sie können gerne wie die Schafe die sie sind, unerfasst auf- und abgetrieben werden, denn an der Schlachtbank muss man nicht einstempeln.

Aber ganz ungetröstet stirbt man nicht in der Provinz. Klammenheimlich hat man an der gleichen Adresse die FlexoCard GmbH aus dem Boden gestampft. Einer Repeat-Performance kann man gelassen entgegen sehen.





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