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11:14 Dienstag, 04. Mai 2004
Endlich, endlich kann ich meinen Finalizer Marke „Berlin Mitte Special“ dort einsetzen, wo er sich am wohlsten fühlt. Im „vergessenen Viertel“ nördlich der Linden zwischen Luisen- und Friedrichstraße zerrt mich das aufgeregte Puckern, Summen und Blinken des Geräts mit Macht in die Marienstraße.
Und dort, in der Nummer 25, residierte seit Juli 2001 die jura-line GmbH, gegründet mit 25.050 Euronen zum Zwecke des Einrichtens, des Betreibens und des Verwaltens einer Verlagsgesellschaft mit dem Ziel, Werke im Internet und auf sonstige Weise zu veröffentlichen sowie ein dazu gehöriges Serviceangebot anzubieten.
Das ist aber auch ein merkwürdiges Geschäftsmodell, das sich die jura-line GmbH da ausgedacht hat. Gesetzestexte online zu stellen, damit soll man Geld verdienen können? Ach nein, die Vollkommentierung und Erstellung von Synapsen soll den entscheidenden Mehrwert bringen, damit sich das Publikum von der sauer verdienten Talern trennt, denn die reinen Paragraphen finde ich allenthalben auch umsonst im Netz. Ganz geschickt ist es bestimmt auch, sich ausgerechnet den krisenfestesten und dauerboomendsten Wirtschaftszweig von allen als Klientel auszusuchen – nein, nicht die NewEco, sondern die Bauwirtschaft! (Vorsicht, Ironie!) Der Zielmarkt ist zunächst mit der Gruppe der "am Bau Beteiligten" definiert: Architekten, Ingenieure, Gebietskörperschaften, Unternehmen der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Rechtsanwälte etc. Ah so. Abgesehen davon, daß ich es für bedenklich halte, Rechtsanwälte a priori als „am Bau beteiligt“ zu definieren, denke ich, daß sie genau wie die übrigen definierten Targetmarktsegmente entweder über eine einschlägige Bibliothek verfügen oder für die Leistungen der jura-line schlicht keinen Bedarf haben. Nun, es kommt, wie es kommen muß. Nach dem FSCHSCHSCHSCHZZZZZZZZZZZZZZFT des Finalizers ist mal wieder nichts fürs Inso übrig, und der Abonenntenzugang der Website sagt nur noch Not Found Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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