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09:54 Samstag, 06. März 2004
Der Kampf von Intershop gegen den Meiseschen Inso-Rechner geht weiter. Vorstand Dr. Schöttler hat beschlossen, die Aktionäre noch ein wenig zu melken und ihnen noch ein paar Aktien aufzuschwatzen, um die Geldverbrennungsmaschine wieder kräftig anzuheizen.
Es geht nämlich der Brennstoff aus.
Interessant finde ich die lakonische Bemerkung, dass das Ergebnis pro Aktie "verwässert" wird. Nein, Herr Dr., das Ergebnis pro Aktie wird natürlich verbessert, wenn sich die Verluste auf mehr Aktien verteilen. Das können Sie unumwunden den Aktionären mitteilen, das stimmt! Nach unseren Berechnungen reichen die 3.8 MEuro, die die Aktionäre ihrem guten Geld hinterwerfen sollen, aber nicht ganz aus. Das erfolgreiche Intershopmodell von 2003 lautete: Verluste dritteln, Umsatz halbieren. Daraus ergibt sich, extrapoliert, folgender 10-Jahresplan: Jahr Verlust Umsatz 2003 18.6 23.2 2004 12.41 11.6 2005 8.27 5.8 2006 5.52 2.9 2007 3.68 1.45 2008 2.46 0.73 2009 1.64 0.36 2010 1.09 0.18 2011 0.73 0.09 2012 0.49 0.05 2013 0.32 0.02 2014 0.22 0.01 (Angaben in MEuro) Bis 2014 wird es tatsächlich gelingen, die Verluste auf läppische, vernachlässigbare 220 KEuro zu reduzieren, bei einem Zielumsatz von rund 10.000 Euro. Um dieses hehre Ziel zu erreichen, werden allerdings weitere Kapitalerhöhungen notwendig werden, denn kumulativ werden im Beobachtungszeitraum 36.82 Mio Euro verbrannt werden. Das ist zwar, in Intershop-Dimensionen gerechnet, nicht viel, aber es will doch beschafft werden. Vielleicht sollte man das traditionelle Intershop-Nebengeschäft wieder aufgreifen: billigen Wodka und Machorka-Zigaretten zollfrei zu handeln, ist sicher gewinnbringender. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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