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09:53 Samstag, 06. März 2004
Die hessische Gemeindeordnung bestimmt, dass in Gemeinden mit mehr als 1500 Einwohnern der Bürgermeister hauptamtlich tätig ist. Die Besoldung soll sich nach dem richten, was üblich ist im öffentlichen Dienst.
Nach einer Amtszeit von sechs Jahren steht einem hauptamtlichen Bürgermeister evtl.auch eine Pension zu, das konnte ich auf die Schnelle nicht herausfinden.
In der Taunusgemeinde Glashütten (ca. 5.500 Einwohner) wird morgen der Bürgermeister gewählt. Zur Wahl stehen die Amtsinhaberin Jutta Nothacker von der CDU sowie der parteilose Kandidat Detlef J. Amonath. Detlef J. Amonath weht derzeit der Wind aus allen Richtungen entgegen. Nicht nur wird sein flashy ("HTML - schön schnell, Flash 4 - schön bewegt" oder auf englisch "HTML - pretty quick, Flash 4 - in action") Wertpapierhandelshaus nach einem ersten deutlichen Warnschuss (Amonath: "Es gibt keine Insolvenzgefahr") gegenwärtig von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht dichtgemacht. Auch im Wahlkampf könnte es besser laufen. So scheint Petra Roth (OB Ffm, CDU) wider Erwarten die CDU-Kandidatin zu unterstützen. Macht nix, entscheidend ist ja die Glashüttener Wahlbevölkerung. Und die sieht in ihm trotz seiner erfolgreich praktizierten unternehmerischen Führungskompetenz nicht den Retter Glashüttens, wie zahlreiche Leserbriefe an das lokale Käseblatt (CDU?) deutlich machen. Dabei würde der Bürgermeisterposten doch so gut passen, vor allem zeitlich und finanziell, wo jetzt der Vorstandsjob ausläuft und noch etwas Zeit bis zur Pensionierung bleibt. Vielleicht lässt sich dadurch sogar die Pension aufbessern? Da heißt es aber schnell zugreifen, denn in drei Jahren, mit 64, geht das Fenster für die Erstwahl als Bürgermeister wieder zu. Zur Ehrenrettung des Herrn Amonath muss man hinzufügen, dass er für das ganze Ausmaß der Misere bei Fritz Nols nicht verantwortlich gemacht werden kann, da er noch nicht so lange dabei ist. Schon vor seiner Zeit sollte der Laden eigentlich liquidiert werden, weil keine Besserung in Sicht war. Die Gesellschaft gibt es seit 1975, und seit 1998 ist sie an der Börse (schon deswegen qualifiziert sie sich für DCT). Der Niedergang verlief parallel zu dem des Gesamtmarktes. An einigen stellen vielleicht etwas bunter als anderswo, wenn man die Ad-hocs so liest. Aber Eigentlich doch nur der normale New-Eco-Wahnsinn in einem Laden, der von der Old Eco kam und der keinen Rückfahrschein gelöst hatte. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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